Samstag, 18. November 2017


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In Leipzig-Grünau: KWL plant bislang größte Erschließungsmaßnahme

Unternehmen unterbreitet Angebot für Abwasserentsorgung

Stuttgart, (lifePR) - Im Auftrag der Stadt Leipzig plant die KWL - Kommunale Wasserwerke Leipzig die bisher größte abwasserseitige Erschließungsmaßnahme in der Unternehmensgeschichte. Nachdem die Siedlung Grünau sowie die Kirschbergsiedlung in Leipzig-Grünau ursprünglich als dauerhaft dezentrale Standorte im Abwasserbeseitigungskonzept der Stadt Leipzig vorgesehen waren, erfolgte aufgrund von Bevölkerungswachstum in beiden Siedlungen sowie gestiegener Anforderungen an die Abwasserbehandlung eine erneute Untersuchung der beiden Gebiete durch die KWL. In Abhängigkeit der Zustimmung durch die Ratsversammlung der Stadt Leipzig könnte im Frühjahr 2009 (Kirschbergsiedlung) bzw. im Frühjahr 2012 (Siedlung Grünau) Baustart für Erschließungsmaßnahmen an beiden Standorten sein. Die Maßnahmen schlagen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 6 Millionen Euro zu Buche.

Abwasserentsorgung in den Siedlungen
In der Siedlung Grünau südlich der Ratzelstraße gibt es 349 Grundstücke, bei denen derzeit mit abflusslosen Gruben, mechanischen Kleinkläranlagen und zum geringen Teil (14 Stück) über biologische Kleinkläranlagen das anfallende Abwasser gereinigt wird. Bei den 374 Grundstücken der Kirschbergsiedlung, welche nördlich der Ratzelstraße liegen, wird das Abwasser ebenfalls mit unterschiedlichen Arten von Kleinkläranlagen und zum noch geringeren Teil (8 Stück) über biologische Kleinkläranlagen gereinigt.

EU-Richtlinie setzt Rahmen für Abwasserreinigung Die Grundstücks-Eigentümer beider Siedlungen müssen vor dem Hintergrund der EU-Wasserrahmenrichtlinie bis zum Jahre 2015 ihre Kleinkläranlagen auf eine vollbiologische Anlage umgerüstet haben bzw. an das öffentliche Abwassernetz angeschlossen sein. Aus diesem Grund hat die KWL im Auftrag der Stadt Leipzig eine erneute Variantenuntersuchung für die Wohngebiete in Auftrag gegeben und diskutiert diese derzeit mit den beteiligten Anwohnern.
Zu insgesamt fünf Informationsvorstellungen wurden die über 1000 Eigentümer der Grundstücke eingeladen und über das Vorhaben informiert. Dabei stellte die KWL die technische Lösung vor und die Stadt Leipzig erläuterte den Koordinierungsbedarf der Maßnahmen im Zuge anstehender Straßenbauarbeiten.

Zentrale Erschließung in der Regel günstiger als Umrüstung In den Informationsveranstaltungen stellte die KWL auch die voraussichtlichen Kosten für die Erschließungsmaßnahmen in beiden Gebieten vor. Demnach beläuft sich der Baukostenzuschuss für ein Grundstück mit einer Straßenfrontlänge von 22 Metern und den Kosten für einen Hausanschluss auf 6.000 bis 7.000 Euro. Hingegen betragen die Kosten für den Bau einer vollbiologischen Kleinkläranlage zwischen 7.500 und 9.000 Euro je nach Anlagentyp. Dazu würden jährliche Unterhaltungs- und Wartungskosten anfallen.

Eigentümer werden um Unterstützung gebeten Um die Interessen aller Grundstückseigentümer als Grundlage für eine Stadtratsentscheidung erfassen zu können, wurden alle Eigentümer gebeten, der KWL bis zum 15. August dieses Jahres mitzuteilen, ob sie an einer zentralen Erschließung interessiert sind. Darüber hinaus werden durch die KWL Daten für die Stadt Leipzig erhoben, ob die Erschließung in eventueller Koordination mit Straßenbauarbeiten der Stadt Leipzig stattfinden soll.
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