Sonntag, 17. Dezember 2017


Energetische Sanierung einer Schulsporthalle

Das Beste für die öffentlichen Gelder

Erbach/Ober-Ramstadt, (lifePR) - Bis in die späten 1970er Jahre wurden Schulen und Turnhallen ebenso wie viele andere öffentliche Zweckbauten weitgehend ohne Rücksicht auf ihren Energiebedarf geplant. Betonarchitektur galt als chic und war zudem erschwinglich; an eine vernünftige Wärmedämmung dachte so gut wie niemand. Damals jedenfalls…

Die Zeiten, in denen man in Wohnungen und öffentlichen Einrichtungen ohne Rücksicht auf Verluste heizte, sind spätestens seit der zweiten Ölkrise 1979/80 vorbei. Seither erklimmt der Preis für fossile Brennstoffe wie Heizöl und Erdgas mit unschöner Regelmäßigkeit immer neue Höhen. Heute sorgen bei unzureichend gedämmten öffentlichen Gebäuden vor allem die Betriebskosten für Ungemach, namentlich der Einsatz öffentlicher Gelder für die Beheizung in den Wintermonaten sowie ggfs. für die Klimatisierung im Sommer. Das Dilemma: Vielen Kommunen fehlt das Geld, um ihre maroden Schulsport- und Mehrzweckhallen anlagentechnisch fit zu machen und zeitgemäß zu dämmen.

Verschärfte Anforderungen

Seit die Energieeinspar-Verordnung für den Energiebedarf nicht nur privater, sondern auch öffentlicher Gebäude verbindliche Anforderungen enthält, hat sich das Problem der öffentlichen Hand zusätzlich verschärft. Viele Städte und Kommunen sehen sich in der Kostenfalle: Zum einen fehlt ihnen der finanzielle Spielraum für umfassende energetische Sanierungen, weil es vielfach an hinreichenden Instandhaltungsrücklagen mangelt, um das von der EnEV geforderte Energiebedarfsniveau sicher zu erreichen; zum anderen kommen die Kämmerer gerade deswegen nicht umhin, unnötig hohe Ausgaben für das Beheizen von Gebäuden und den Kauf dafür erforderlicher Brennstoffe einzuplanen. Die paradoxe Folge ist, dass längst überfällige Instandsetzungs- und Dämmmaßnahmen, die den Heizenergieverbrauch nachhaltig verringern würden, auf vermeintlich bessere Zeiten verschoben werden – wohl wissend, dass das „Vertagen“ des Problems weder eine Verbesserung des baulichen Zustands noch eine Verringerung des Energiebedarfs und Brennstoffverbrauchs bewirkt.

Objekte des öffentlichen Bedarfs…

Fest steht allerdings auch, dass für viele Veranstaltungen eine angemessen große Halle in gebäudetechnisch einwandfreiem Zustand unverzichtbar ist. Die Gemeinde ist somit im Zugzwang, bedarfsgerechte Räumlichkeiten bereitzustellen. Wo sonst sollte sich das Vereinsleben abspielen, könnte der Spielmannszug ungestört für seinen nächsten Auftritt proben, wo anders als in der Schulturn- oder Mehrzweckhalle fänden Theateraufführungen von Laienspielgruppen, Wettkämpfe diverser Sportvereine, Leistungsschauen der Kaninchen- und Geflügelzüchter, Skat- und Tanzturniere statt, vom alljährlichen Silvesterball und der feierlichen Sportlerehrung ganz zu schweigen. Zum öffentlichen Leben eines funktionierenden Gemeindewesens gehört das alles mit dazu, keine Frage.

…auf den neusten Stand bringen

Wo Schulsporthallen zugleich Mehrzweckhallen sind und regelmäßig zu sozialen Begegnungsstätten werden, sind heute aber weitaus strengere Maßstäbe an die Bauausführung anzulegen als noch in den 1970ern. „Statisch einwandfreie Baukörper, eine zeitgemäße Wärmedämmung ebenso wie eine funktionierende Gebäudetechnik sind bei heutigen Neubauvorhaben eine Selbstverständlichkeit. Diesem Anforderungsniveau müssen auch ältere Schulsporthallen genügen und sind deshalb umsichtig und fachmännisch auf Vordermann zu bringen“, fordert Dipl.-Holzbauing. Guido Kuphal, Geschäftsführer des ökologisch orientierten WDVS-Vollsortimenters INTHERMO aus Ober-Ramstadt.

So wird gedämmt

Wie die energetische Sanierung einer frequentierten Schulsporthalle mit besonders klimaschonenden Dämmstoffen gelingt, zeigt das Best-Practice-Beispiel in der Stadt Erbach im hessischen Odenwald. Hier wurde von Anfang Juni bis Mitte Oktober 2010 im Auftrag des Odenwaldkreises die in den 1970er Jahren errichtete Sporthalle der Schule am Sportpark mit öffentlichen Geldern umfassend modernisiert. „Das Besondere an diesem mutig geplanten und gekonnt vollendeten Instandsetzungsprojekt ist, dass der Baukörper sowohl von innen - auf der Hallenseite - als auch von außen - an der Fassade des Sanitärbereichs - mit natürlichen Holzfaserplatten ausgestattet wurde“, berichtet Schreinermeister Erich Kunkelmann, der für den zur Caparol-Firmengruppe zählenden Bauzulieferer INTHERMO die technische Einweisung der Verarbeiter vor Ort geleitet hat.

„Wir haben die Schulsporthalle in Erbach innen auf einer Fläche von 325 m² mit der Holzfaserdämmplatte INTHERMO HFD-Exterior Massiv in 140 mm Dicke gedämmt“, sagt Malermeister Hermann Weyrich, der Geschäftsführer des gleichnamigen Malerbetriebs in Michelstadt ist. Im Zuge der Applikation haben die versierten Bauhandwerker rund 5.000 kg INTHERMO Klebe- und Armiermörtel verarbeitet sowie ca. 360 kg grau eingefärbten Siliconharzputz mit 3 mm Körnung auf die gedämmten Außenwände des WDVS-ummantelten Sanitärbereichs aufgebracht.

Von innen und von außen

Wie es zu dieser kombinierten Innen- und Außendämmung der Schulsporthalle kam, erläutert der mit der Sanierung betraute Architekt Christoph Vogt vom Planungsbüro Bauquadrat, einer Partnerschaftsgesellschaft mehrerer Architekten und Ingenieure mit Hauptsitz in Michelstadt: „Wir wollten die Sporthalle dämmen, ohne den Charakter des Gebäudes zu überdecken. An den Hallenaußenwänden sollte die klassische Sichtbetonoptik erhalten bleiben, weshalb nur eine Innendämmung in Frage kam. Zusätzlich wurde der komplette Sanitärbereich, der die Hygiene- und Umkleideräume umfasst, auf der Außenwand mit dem passenden INTHERMO Wärmedämmverbundsystem ummantelt.“ Die dämmende Funktion fiel wiederum der Holzfaserplatte INTHERMO HFD-Exterior Massiv zu, die vom Malerbetrieb Weyrich auf einer Fläche von 120 m² fachgerecht montiert und systemgerecht verputzt wurde.

Beachtliches Ergebnis

Der Effekt der beidseitigen Holzfaserdämmung ist frappierend: Im Winter ist ein bemerkenswerter Rückgang des Heizenergieverbrauchs zu verzeichnen, was die finanziellen Aufwendungen der Kommune für den laufenden Betrieb erfreulich senkt. Im Sommer wirkt das Hallenklima wesentlich ausgeglichener als früher, was auf die temperatur- und feuchteregulierende Funktion der diffusionsoffenen Holzfaserdämmplatten zurückzuführen ist. Temperaturspitzen werden durch die Innendämmung deutlich abgemildert, so dass man auch an warmen Sommertagen in der Halle Sport treiben kann. Zudem hat die Dämmmaßnahme die akustischen Nachhallzeiten angenehm verkürzt, weshalb man sich jetzt wesentlich besser auf Sport und Spiel konzentrieren kann als im vormals ungedämmten Zustand.

Ausführliche Informationen über vielseitig einsetzbare Holzfaserdämmplatten und natürliche Holzfaser-Wärmedämmverbundsysteme gibt es auf der DACH+HOLZ am INTHERMO-Messestand Nr. 3.118 in Halle 3. Oder von der INTHERMO GmbH, Roßdörfer Str. 50, D-64372 Ober-Ramstadt, Fon +49 (0) 61 54/71-16 69, Fax 71-4 08, Mail info@inthermo.de, Web www.inthermo.de

Adressenspiegel

Sanierungsobjekt:
Sporthalle der
Schule am Sportpark
Am Drachenfeld 2
D-64711 Erbach/Odw.

Bauherr/Auftraggeber:
Bau- und Immobilienmanagement
Odenwaldkreis
Michelstädter Str. 12
D-64711 Erbach/Odw.

Architekt/Planer:
Planungsbüro bauquadrat
architekten und ingenieure
Christoph Vogt, Architekt
Erbacher Str. 62
D-64720 Michelstadt
Fon: +49 (0) 60 61/9 65 77 40
Mobil: +49 (0) 171/4 12 77 32
Mail: c.vogt@bauquadrat.net
Web: www.bauquadrat.net

Verarbeiter:
Weyrich Malerbetrieb GmbH
Hermann Weyrich, MLM
Geschäftsführer
Hochstr. 3a
D-64720 Michelstadt
Fon: +49 (0) 60 61/25 76
Fax: +49 (0) 60 61/25 75
Mail: weyrich-malerbetrieb@t-online.de
Web: www.weyrich-malerbetrieb.de

WDVS-Vollsortimenter:
INTHERMO GmbH
Erich Kunkelmann
Technische Beratung
Roßdörfer Str. 50
D-64372 Ober-Ramstadt
Fon: +49 (0) 61 54/71-16 69
Fax: +49 (0) 61 54/71-4 08
Mail: info@inthermo.de
Web: www.inthermo.de
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INTHERMO GmbH

Die INTHERMO GmbH wurde 2001 in Nordrhein-Westfalen als nicht-börsennotierte AG gegründet. 2006 verlegte der expandierende WDVS-Anbieter seinen Firmensitz an den heutigen Standort im südhessischen Ober-Ramstadt, um auf die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten der Muttergesellschaft Deutsche Amphibolin-Werke von Robert Murjahn Stiftung & Co. KG (DAW) unmittelbar zurückgreifen zu können. Seither gehört der mittelständische Bauzulieferer als 100%-ige Tochtergesellschaft zur DAW-Firmengruppe, die hochwertige Farben, Putze, Dämm- und Bautenschutzprodukte entwickelt, herstellt und unter den Markennamen Caparol, Alligator, Alpina, Alsecco, Disbon, INTHERMO, Krautol und vielen mehr mit beachtlichem Erfolg vertreibt. Im November 2011 feierte INTHERMO als Anbieter natürlicher Fassadendämmsysteme auf Holzfaserbasis 10-jähriges Bestehen. Geschäftsführer der INTHERMO GmbH sind Dr. Dietmar Chmielewski und Dipl.-Holzbauing. Guido Kuphal, geschäftsansässig Roßdörfer Str. 50, 64372 Ober-Ramstadt/Hessen.

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