Donnerstag, 21. Juni 2018


Träume, Training und Talent

Studentin der Hochschule Osnabrück hat sich deutschen Meistertitel in Judo erkämpft

Osnabrück, (lifePR) - Wie schafft sie das bloß? In einem anspruchsvollen Programm zu studieren, eine Pilotenausbildung zu absolvieren und dazu so diszipliniert zu trainieren, dass sie deutsche Meisterin im Judo wird? Jana Stucke schafft das. Sie studiert im sechsten Semester "Aircraft and Flight Engineering" (AFE) an der Hochschule Osnabrück: Ein bundesweit einzigartiger Studiengang, der Ingenieurstudium mit einer Pilotenausbildung vereint. Sie macht neben dem Pauken Flugstunden, bereitet einen Auslandsaufenthalt vor und trainiert 15 Stunden in der Woche. Im Studium erreicht sie gute Noten und im Sport gehört sie zu den Besten: Nachdem sie bereits 2008 den Worldcup in Birmingham gewonnen hat, ist sie jetzt deutsche Meisterin in der Gewichtsklasse bis 78 kg geworden.

"Ich versuche nur, meine Träume zu verwirklichen", erklärt die Studentin. Mit sechs hat sie mit Judo angefangen und es war schnell klar: sie hat Talent. Mehrfach hat Jana Stucke an der Junioren-EM teilgenommen, ihr größter Erfolg war der dritte Platz. Nach der Schule nahm sie ein Wirtschaftsstudium auf und merkte schnell, es war nicht das Richtige für sie. Denn neben dem Judo hat sie noch eine andere Passion: Fliegen. "Ich wollte schon immer Pilotin werden", sagt Jana. Jedoch war es unmöglich, eine klassische Pilotenausbildung bei einer Fluggesellschaft mit dem harten Training unter einen Hut zu bringen. "Zum Glück ist der niedersächsische Judo-Landestrainer Jürgen Füchtmeyer ein Osnabrücker. Er kannte den Studiengang AFE an der Hochschule und hat mich darauf aufmerksam gemacht."

Die erfolgreiche Sportlerin hat nicht lange gezögert und ist aus ihrer Heimatstadt Hannover nach Osnabrück gezogen. Hier nahm sie das Bachelor-Studium des Flugingenieurwesens auf und hat es nie bereut. "Es ist nicht immer leicht, im Studium und im Sport gut zu sein", so Jana. Vor allem wenn die Meisterschaften in der Klausurzeit liegen. Zum Glück seien sowohl ihre Mitstudenten als auch Professoren stets verständnisvoll. "Unsere Dozenten sind offen und flexibel. Sie erlauben mir schon mal, ein Praktikum oder eine Prüfung zu verschieben. Auch meine Kommilitonen helfen mir, wenn ich mal im Trainingscamp war und etwas verpasst habe", lobt die 23-Jährige.

An normalen Tagen geht sie um fünf Uhr morgens laufen, besucht dann ihre Vorlesungen und Seminare und fährt danach zum Training. Zehn Einheiten je 90 Minuten muss sie wöchentlich absolvieren, um in Form zu bleiben. Es wird sich auch in einem halben Jahr nicht ändern, wenn Jana Stucke ihr Studium in Großbritannien fortsetzt. Denn das AFE-Programm beinhaltet ein einjähriges Auslandsstudium. Die angehende Flugingenieurin hat sich eine Partnerhochschule ausgesucht, in der der Sport nicht zu kurz kommen muss. "In Bristol haben sie ein hervorragendes Trainingszentrum und eine angesehene Pilotenschule unter einem Dach", erzählt sie. Es wird zwar nicht einfacher für Jana, in England zu studieren und gleichzeitig an vielen deutschen und internationalen Wettkämpfen teilzunehmen. Aber ihre Erfolge, ihre Disziplin und nicht zuletzt ihr Talent lassen keinen Zweifel zu: auch das wird sie schaffen. So sieht es jedenfalls Professor Dr. Bernd Hamacher, Koordinator des Studiengangs AFE: "Wir sind sehr stolz, in unseren Reihen solch einen Edelstein zu haben!"

Weitere Informationen zum Studiengang AFE sind im Internet erhältlich: www.ecs.hs-osnabrueck.de/...
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