Freitag, 15. Dezember 2017


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In der ganzen Welt im Einsatz, in Bettenhausen daheim

Ehemaliger Handwerkskammerpräsident Karl Schölch gestorben

Kassel, (lifePR) - "Mit Karl Schölch verliert das Handwerk eine außerordentlich engagierte und profilierte Persönlichkeit", sagte Gerhard Repp, Präsident der Handwerkskammer Kassel, zum Tod seines Amtsvorgängers Karl Schölch, der am 13. Januar im Alter von 75 Jahren gestorben ist. "Sein Einsatz reichte weit über unsere Region hinaus." Aber auch wenn der Karosserie- und Fahrzeugbauermeister für das Handwerk in der ganzen Welt unterwegs gewesen sei, sein Zuhause sei doch immer Bettenhausen geblieben. "Für Karl Schölch war es kein Widerspruch, sich mit der gleichen Energie für den Bau einer Bildungseinrichtung auf den Philippinen einzusetzen wie für den Ausbau der A 44."

Sein Engagement für das Handwerk in Nord-, Ost- und Mittelhessen hatte 1984 mit der Wahl in die Vollversammlung der Kammer begonnen, die ihn bereits vier Jahre später, also 1989 zum Präsidenten wählte. Zu diesem Zeitpunkt war der Karosseriebauermeister bereits mehr als 30 Jahre ehrenamtlich für sein Handwerk im Einsatz, ab 1960 als Vorstandsmitglied im Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik, seit 1975 als dessen Präsident. Das Amt des Präsidenten der Handwerkskammer Kassel hatte er bis 1996 inne.

Repp hob vor allem Schölchs Engagement für die berufliche Bildung, die Organisationsreform im Handwerk sowie für die Reform der Berufsbilder hervor. Für Schölch habe zu den vordringlichen Aufgaben der Handwerksorganisation die Schaffung von Bildungseinrichtungen gehört, die es den Handwerksbetrieben ermöglichen, ihre Mitarbeiter auf den neuesten Stand der Technik zu qualifizieren. So seien in seiner Amtszeit die Berufsbildungszentren in Kassel, Fulda und Marburg erweitert und zu modernen Technologiezentren ausgebaut worden. Schölchs Augenmerk habe aber auch der Kasseler Werkakademie für Gestaltung gegolten, für deren Förderung er sich immer stark gemacht habe.

Ein anderes Ziel, das Schölch mit ganzer Kraft verfolgt habe, sei die Organisationsreform im Bezirk der Handwerkskammer Kassel. "Auf dem Weg zu Innungen, die in ihrem Zuschnitt auch den politischen Kreisen entsprechen, ist er ein großes Stück vorangekommen", so Repp. "Auf Bundesebene galt sein Einsatz der Novellierung der Handwerksordnung. Auf diesem Weg wollte er sicherstellen, dass das Handwerk technische Entwicklungen schneller zur Erschließung neuer Märkte nutzen kann."

Über den Kammerbezirk hinaus galt sein Einsatz zwar vor allem den neuen Bundesländern, reichte aber darüber hinaus bis nach Polen und auf die Philippinen, wo in seiner Amtszeit als Kammerpräsident Wirtschaftskammern, ebenso wie Fachverbände und Bildungseinrichtungen auf- und ausgebaut wurden. Weitgereist und doch bodenständig, habe Schölch sich aber auch immer für die Stadt Kassel und die Region engagiert. So zum Beispiel für den Ausbau der Verkehrswege, einer Diskussion, in der er sich ein um das andere Mal als Pragmatiker erwiesen habe. "Dabei hat er sich nicht gescheut, politisch unpopuläre Maßnahmen zu fordern, wenn sie der Sache dienten."

Für ein langjähriges Engagement erhielt Schölch, der auch Präsidiumsmitglied des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks war, zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem das Goldene Handwerkszeichen und die Goldene Ehrennadel des Zentralverbandes Karosserie- und Fahrzeugtechnik. Weiter wurde er mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen und dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.
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