Montag, 11. Dezember 2017


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Göbel: Handwerk braucht das Breitband

Kassel, (lifePR) - Immer mehr Handwerksunternehmen setzen auf neue und leistungsfähige Kommunikationstechniken, um so mehr Effizienz und Flexibilität zu gewinnen. Voraussetzung für deren Nutzung ist aber die Zugangsmöglichkeit zu einem Breitband-Internetanschluss, was vor allem in ländlich strukturierten Gebieten bis heute selten der Fall ist. "Handwerksbetriebe stehen vor allem im ländlichen Raum immer öfter vor dem Problem, dass sie die fehlende Breitbandversorgung in ihrer wirtschaftlichen Entfaltung behindert", beschreibt Peter Göbel, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Kassel, die Situation zahlreicher Firmen in Nord-, Ost- und Mittelhessen.

Auch wenn die Kammer die IT-Aktion der hessischen Landesregierung "Mehr Breitband für Hessen" und die Entscheidung des Bundes, mehr Geld in die Breitbandförderung zu investieren, begrüßt, bedürfe es größerer Anstrengungen, um die Versorgungslücken im ländlichen Raum zu schließen. "Bund, Länder und Kommunen müssen alle möglichen Anstrengungen unternehmen, um den längst fälligen, flächendeckenden Ausbau der Infrastruktur zu beschleunigen", so Göbel. Die fehlende technische Infrastruktur konterkariere auch die Aktivitäten der Kammer. Mit dem eCommerce-Center-Nordhessen (ECCN) unterhält die Handwerkskammer eine Fördereinrichtung, die für den Einsatz neuer IT-Techniken im Handwerk wirbt und die Betriebe bei der Einführung unterstützt.

Aus der Sicht des Handwerks führten insbesondere die Vorschrift zur Übermittlung betrieblicher Daten über das Internet, zum Beispiel Meldungen an die Sozialversicherungsträger und Finanzämter, sowie die Verbreitung von eCommerce und eVergaben dazu, dass der Zugang zu leistungsstarken Breitbandnetzen eine unverzichtbare Voraussetzung für die betriebliche Organisation und die Auftragsakquise ist. Die fehlende Breitbandversorgung im ländlichen Raum stelle daher einen erheblichen Wettbewerbsnachteil dar.

Aber auch für die Kommunen selbst sei ein Ausbau der IT-Infrastruktur von großer Bedeutung. Denn nur durch die Teilnahme an der immer weiter schreitenden Kommunikationstechnologie könnten die Handwerksunternehmen auch langfristig an ihrem Standort bestehen und so zur Sicherung bestehender Arbeitsplätze beitragen. "Der Anschluss an Breitband-Internetverbindungen hat sich zu einer wichtigen Standortbedingung für unternehmerisches Handeln entwickelt. Versorgungslücken bedrohen nicht nur das wirtschaftliche Potential und die Wachstumschancen der Betriebe, sondern des gesamten ländlichen Raumes", so Göbel.
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