Donnerstag, 26. April 2018


  • Pressemitteilung BoxID 491347

Geplanter Mindestlohn muss Voraussetzungen der Unternehmen berücksichtigen

Statement des Präsidenten der Handwerkskammer Dresden

Dresden, (lifePR) - Der Bundestag hat sich heute erstmals mit den Plänen für einen einheitlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde beschäftigt. Verabschiedet werden soll er noch vor der Sommerpause Anfang Juli.

Statement des Präsidenten der Handwerkskammer Dresden, Dr. Jörg Dittrich:

Die Handwerkskammer Dresden vertritt die Interessen von Arbeitgebern und von Arbeitnehmern. Es ist unsere Auffassung, dass jemand, der Vollzeit arbeitet, auch von seinen Einkünften leben können sollte. Beim Mindestlohn würden wir befürworten, dass die Tarifparteien branchenspezifisch Lösungen fixieren.

Beim von der Regierung festgesetzten Mindestlohn haben wir die Sorge, dass es in Zukunft für Handwerksbetriebe schwieriger werden könnte, Lehrlinge zu finden, wenn die Altersgrenze, ab der der Mindestlohn greift, zu niedrig festgelegt wird.

Auch ist zu befürchten, dass nicht alle Betriebe den Sprung vom jetzigen Stundenlohn auf den neuen Mindestlohn von 8,50 Euro mit einem Mal bewältigen können. Hier sollten regionale Unterschiede berücksichtigt werden.
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