Baustelle Bertoldsbrunnen

Bauarbeiten im Zeit- und Kostenplan weitgehend abgeschlossen / Vom 27. Oktober an wieder regulärer Stadtbahnverkehr

(lifePR) ( Freiburg im Breisgau, )
Die Bauarbeiten zur Erneuerung der Kanäle und Versorgungsleitungen sowie der Bahnanlagen für die Stadtbahn rund um den Bertoldsbrunnen und in der Bertoldstraße sind weitgehend abgeschlossen. Mit Betriebsbeginn am Montag, 27. Oktober, können alle Stadtbahn- und Buslinien wieder die gewohnten Fahrwege über den Bertoldsbrunnen nehmen.

VAG Vorstand Stephan Bartosch dankte bei einem Pressegespräch allen am Projekt Beteiligten für die gute Arbeit: "Diese komplexe Baustelle in dieser kurzen Zeit zu bewältigen war wirklich ein enormer Kraftakt." Ausdrücklich dankte Bartosch den Projektleitern der Freiburger Verkehrs AG, Guido Haas, und Badenova, Michael Mündlein, für die gute Arbeit.

"Solch eine enge Verzahnung von Badenova- und VAG Baustelle hatten wir in der Vergangenheit so noch nicht. Auch vier Kanalbautrupps gleichzeitig am Start zu haben war für uns ein Novum. Wir sind froh und ein bisschen stolz, dass alles so gut geklappt hat", bilanziert Dr. Thorsten Radensleben, Vorstandsvorsitzender Badenova. Um den herausfordernden Zeitplan einzuhalten, verabschiedete sich Badenova von der im Kanalbau üblichen "linearen" beziehungsweise abschnittsweisen Bauweise und arbeitete an vielen Stellen gleichzeitig. Dass es gelungen ist, beweist: VAG und Badenova können auch Großbaustellen bewältigen", so Radensleben mit Verweis auf so manche nationale Baumaßnahme, die Negativschlagzeilen macht.

Baubürgermeister Martin Haag ergänzte: "Diese Arbeiten, die große Einschränkungen mit sich brachten, waren zwingend notwendige Investitionen, um das reibungslose Funktionieren von Freiburgs Infrastruktur in der Innenstadt auch in Zukunft zu gewährleisten. Mein Dank gilt vor allem den Anliegern und Einzelhändlern für deren Verständnis."

Schon in der langen und aufwändigen Planungsphase dieser Baumaßnahme in einem so sensiblen innerstädtischen Bereich wurde frühzeitig das Gespräch mit den Anliegern gesucht. Auch galt es Informationen für Innenstadtbesucher und Nahverkehrskunden bereitzustellen. So wurde mit tatkräftiger Unterstützung der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH (FWTM) das Gespräch mit den Händlervereinigungen, dem Gaststättenverband, dem Lokalverein und dem "runden Tisch Innenstadt" gesucht. Die Einzelhändlergemeinschaft bildete zusammen mit Vertretern der Badenova und der VAG eine Baustellenmarketingrunde, in der beispielsweise die Konzeption der Bauzaungestaltung besprochen und beschlossen wurde.
Stephan Bartosch und Thorsten Radensleben dankten in diesem Zusammenhang ebenso den Anliegern der Baustelle für die kritische, aber stets konstruktive Zusammenarbeit sowie für das aufgebrachte Verständnis in die Notwenigkeit der Arbeiten.

Vor Beginn der Arbeiten mussten aber auch noch andere Dinge bedacht und geregelt werden: zum Beispiel wie Rettungsdienste oder Feuerwehrfahrzeuge in und durch den Baustellenbereich kommen konnten. Die ASF kümmerte sich um ein Konzept für die Müllentsorgung während der Bauzeit und auch der Anlieferverkehr musste neu geregelt werden.

Die Bauarbeiten im Herzen von Freiburg waren äußerst komplex und stellten eine logistische, technische sowie organisatorische Herausforderung für die VAG und Badenova dar. Um die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten, wurde an sechs Tagen die Woche von frühmorgens bis in die Nacht hinein gearbeitet.
Nach derzeitigem Kenntnisstand wird seitens der VAG der geplante Kostenrahmen von knapp 6 Millionen Euro nicht überschritten. Auch die Arbeiten der Badenova, verantwortet von der Tochter bnNETZE, lagen mit rund 1,2 Millionen Euro im veranschlagten Kostenrahmen.

Die Bauarbeiten begannen am 10. Juni mit dem Aufbau des 2,5 Meter hohen Bauzauns. Diese Abgrenzung erlaubte einerseits, dass die Baustelle, bei der zumeist mehrere Kolonnen an unterschiedlichen Gewerken gleichzeitig tätig waren, vor Störungen geschützt war. Andererseits konnten Passanten sicher und mit möglichst wenig Gefährdungen und Unannehmlichkeiten nahe am Baugeschehen vorbeigeführt werden. Viele Innenstadtbesucher nutzten die Gucklöcher im Zaun und auch die Wegweisungen und Hinweise zum Baugeschehen, mit denen der Zaun beklebt war, erwiesen sich als hilfreich und nützlich.

Zu Beginn der 20wöchigen Bauzeit erneuerte Badenova im Auftrag des Eigenbetriebs Stadtentwässerung (ESE) in rund 4 Metern Tiefe zirka 170 Meter Abwasserkanal mit einem Durchmesser von 40 bis 100 Zentimetern. Zudem entstand unmittelbar süd-östlich des Bertoldsbrunnens ein unterirdisches Überlaufbauwerk, das bei Starkregen das Abwasser auf verschiedene Kanalstränge verteilt. Der alte Abwasserkanal stammte aus dem Jahr 1896 und war stark sanierungsbedürftig.

Immer dann, wenn ein Baufeld von der Badenova abgeschlossen war, rückte die VAG nach und begann mit dem Bau der Bahnanlagen. Die alten Gleise rund um Freiburgs am stärksten befahrenen Straßenbahnknoten stammten zum Teil noch aus den siebziger Jahren. Eine zunehmende Zahl von Weichenbrüchen, die den Stadtbahnverkehr immer wieder erheblich behinderten, waren deutliche Signale für den dringenden Handlungsbedarf, der hier vorlag.
Insgesamt hat die VAG in der Kaiser-Joseph-Straße und der Bertoldstraße rund 900 Meter Gleis mitsamt zehn Weichen neu eingebaut. Neben Gleisen und Oberleitungen zählen auch elektrische und elektronische Gewerke zu einer modernen Bahnanlage. Auch hierfür waren Erneuerungsarbeiten notwendig.

Auch wenn die Stadtbahnen vom Montag, 27. Oktober, an wieder fahren, so werden entlang der Strecke noch einige Rest- und Justierungsarbeiten durchgeführt, für die es noch verschiedentlich kleinere lokale Absperrungen geben wird.

Die nun abgeschlossenen Arbeiten waren der erste Abschnitt der Gleis- und Kanalerneuerungen in der Kaiser-Joseph-Straße. Für 2017 ist geplant, die Kanäle und Gleise in der nördlichen Kajo bis über das Siegesdenkmal hinaus zu erneuern. Dabei entstehen auch zwei neue Haltestellenbereiche - am Bertoldsbrunnen im Bereich Kaufhof - Müller und am nördlichen Ausgang der Kaiser-Joseph-Straße.
Der Abschnitt in der Bertoldstraße zwischen Niemensstraße und Haltestelle Stadttheater wird im Zuge der Baumaßnahme Stadtbahn Rotteckring nach aktueller Planung in 2016 erneuert.
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