Samstag, 25. Februar 2017


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Mit Handicap sicher verreisen

Urlaubsplanung für mobilitätseingeschränkte Reisende

(lifePR) (Berlin, ) Damit der Urlaub bequem und sorgenfrei genossen werden kann, bietet die Reisebranche mobilitätseingeschränkten Reisenden vielfältige Unterstützung an.Darauf weist der Deutsche ReiseVerband (DRV) hin. "Das Angebot von barrierefreien Unterkünften, Serviceeinrichtungen und Aktivitäten im Inund Ausland ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen", berichtet DRV-Vorstandsmitglied Angelika Hummel. Ebenso sei die Vielzahl an Reisemöglichkeiten, die über das Reisebüro gebucht werden können, erweitert worden. "Davon profitieren neben behinderten Reisenden auch alle anderen Urlauber mit körperlichen Einschränkungen, wie zum Beispiel ältere Menschen, oder mobilitätseingeschränkte Reisende wie beispielsweise Familien mit Kleinkindern und Kinderwagen", ergänzt die Reisebüro-Inhaberin.

Nach Angaben des Deutschen ReiseVerbands (DRV) unterstützt die Reisebranche behinderte Gäste von der Reiseplanung über die Beförderung bis hin zum barrierefreien Hotelzugang. Für mobilitätseingeschränkte Menschen - die etwa auf den Rollstuhl angewiesen sind - gibt es viele Möglichkeiten für ihre Ferien: von der Pauschalreise für Rollstuhlfahrer bis zu Museumsführungen für Sehbehinderte.

Im Reisebüro erhalten Urlauber eine umfassende Beratung. Hier können die Reiseexperten aus den Katalogen der Reiseveranstalter das geeignete Angebot heraussuchen und Kunden nützliche Hinweise und Tipps für ihre Reise geben. Neben den Großveranstaltern gibt es mittlerweile zahlreiche Spezialanbieter, die ebenfalls im Reisebüro buchbar sind. Vielfach werden von diesen Spezialisten die Reisen sogar nach den jeweiligen individuellen Bedürfnissen maßgeschneidert zusammengestellt. "Von verschiedenen Veranstaltern haben wir zudem spezielle Handbücher, in denen geeignete Hotels und sogar behindertengerechte Zimmer mit den Maßangaben der Türbreite verzeichnet sind", ergänzt DRV-Vorstand Angelika Hummel.

Dabei sei es wichtig, dass Mobilitätseingeschränkte dem Reisebüromitarbeiter konkret schildern, welche Vorstellungen, Wünsche und Erwartungen sie an eine Reise haben. Dazu gehöre auch die Angabe, welche Unterstützung oder welche Voraussetzungen vorhanden sein müssen, um einen möglichst problemlosen Urlaub zu genießen. "Dann kann der Reiseberater bei einem Veranstalter spezielle Hilfestellungen beantragen", betont die Reisebüro-Chefin.

Dazu haben Reiseveranstalter und Transportunternehmen ausführliche Informationen für behindertengerechtes Reisen zusammengestellt. In den Reisekatalogen wird auf barrierefreie oder behindertenfreundliche Hotels hingewiesen. Sondertransfers vom oder zum Flughafen lassen sich extra bestellen. Die Deutsche Bahn bietet eine eigene Broschüre mit dem Titel "Mobil mit Handicap" an. Menschen mit Seh- oder Hörbehinderung oder sonstigen Handicaps bekommen zum Beispiel nach vorheriger Anmeldung Unterstützung beim Ein-, Um- oder Aussteigen an insgesamt 250 Bahnhöfen. In dem Heft finden sich auch Hinweise über zahlreiche Vergünstigungen bei Reisen mit der Bahn.

Viele Fluggesellschaften haben ebenfalls umfangreiche Informationen zusammengestellt, um behinderte Passagiere zu betreuen. Meist werden Rollstühle ohne Aufpreis befördert oder es stehen unentgeltlich spezielle Rollstühle zur Verfügung. Die Sonderreservierungen können über das Reisebüro vorgenommen werden. Um die Abfertigung beim Check-in zu beschleunigen, bieten zahlreiche Fluggesellschaften einen Ausweis (Fremec-Card) an, in dem die speziellen Bedürfnisse des mobilitätseingeschränkten Reisenden verzeichnet sind. Der Bundesverband Deutscher Busunternehmer (BDO) hat ein Verzeichnis barrierefreier Reisebusse in Deutschland herausgegeben. Zahlreiche Kreuzfahrtschiffe verfügen über barrierefreie Kabinen und bieten behindertenfreundliche Serviceleistungen an.

"Barrierefreies Reisen ist ein Zukunftsmarkt, denn jährlich geben Menschen mit Behinderungen über 1,5 Millionen Euro im Tagestourismus und rund 1,6 Millionen Euro allein für Übernachtungen aus", hebt DRV-Vorstand Hummel die wirtschaftliche Bedeutung hervor.Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Hinsken, hob kürzlich hervor, dass auch der demographische Wandel barrierefreie Angebote immer wichtiger mache. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat eine Studie in Auftrag gegeben, die die Erfolgsfaktoren für barrierefreien Tourismus analysiert und Maßnahmen für dessen Qualitätssteigerung erarbeitet. Der Tourismusbeauftragte appellierte an Regierungen, Verwaltungen und Unternehmen, die wirtschaftlichen Impulse des barrierefreien Tourismus für alle zu nutzen und entsprechende Angebote zu entwickeln. Das BMWi wird im Herbst 2008 eine Konferenz zum barrierefreien Tourismus ausrichten.

Nützliche Hinweise und weiterführende Links zum Thema Reisen für Behinderte finden sich im Internet, unter anderem in der Rubrik Freizeit auf www.rehacare.de. Dort stehen auch für Sehbehinderte, Blinde, Hörgeschädigte und Gehörlose weiterführende Informationen für einen barrierefreien Urlaub zur Verfügung.
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