DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.) setzt bei EPLS-Kurs erstmals das SIM-Baby ein

Simulatortraining für medizinisches Personal in Südtirol

(lifePR) ( Filderstadt, )
Die DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.) hat am 9. und 12. Mai 2007 mit Partnern erstmals einen EPLS (European Paediatric Life Support)-Kurs in Meran durchgeführt. Rund 40 Südtiroler Notärzte, darunter die Hälfte Pädiater, und Rettungsassistenten trainierten zum ersten Mal an einer Baby-Simulatorpuppe Reanimationssituationen bei Kindern. Mit dem SIM-Baby wurden Wiederbelebungsmaßnahmen nach den neuen ERC-Richtlinien, sowie neue traumatologische und respiratorische Notfälle simuliert. Diese neue Trainingsform fand bei den in der Luftrettung und im bodengebundenen Rettungsdienst tätigen Teilnehmern großen Anklang. Der Kurs wurde von der DRF, dem Tübinger Patienten-Sicherheits- und Simulationszentrum (TüPASS), dem Weißen Kreuz Bozen in Kooperation mit dem Ausbildungszentrum Pädiatrische Notfallmedizin Trient veranstaltet. Aufgrund der positiven Resonanz soll die Kooperation in Zukunft fortgesetzt werden.

Zusätzlich zum EPLS-Kurs hat die DRF an vier weiteren Tagen mit ihren Kooperationspartnern Simulatorkurse angeboten. 35 Südtiroler Notärzte und Rettungsassistenten trainierten realitätsnahe Notfallszenarien an einer Erwachsenen-Puppe, dem SIM-Man, und dem SIM-Baby. Nach einer theoretischen Einführung fanden Praxiseinheiten an zwei Stationen statt. Zum Beispiel wurden Traumaszenarien mit einer Patientenübernahme- und übergabesituation trainiert.

Computergesteuerter Patient

Die Simulatorpuppe agiert wie ein richtiger Patient, da das Instruktorenteam die High-Tech-Einheit per Computer steuert und dabei individuelle klinische Symptome digital einspielt. Die High-Tech-Puppe kann z.B. Atemgeräusche von sich geben, sprechen und sich bewegen. Ein Problem bei der künstlichen Beatmung kann beispielsweise durch das Anschwellen der Zunge der Simulatorpuppe dargestellt werden.

Da die High-Tech-Puppe an die medizinischen Geräte im Rettungswagen angeschlossen ist, werden beispielsweise EKG-Rhythmen realitäts-nah abgebildet. Das medizinische Team kann mit der Simulatorpuppe wie mit einem Patienten kommunizieren, Drainagen und Infusionen legen. Mehrere Kameras filmen die Übungseinheiten aus verschiedenen Perspektiven, so dass anschließend eine detaillierte Auswertung der Videosequenzen in der Teilnehmerrunde möglich ist. Neben den medizinischen und technischen Aspekten der Patientenversorgung steht bei der Analyse auch die Zusammenarbeit im Team im Fokus.

Seit 2004 bietet die DRF (Deutsche Rettungsflugwacht e.V.) als eine der ersten Luftrettungsorganisationen in Europa Notärzten und Rettungsassistenten die Möglichkeit, an mobilen Patientensimulatoren zu trainieren. In den vergangenen zwei Jahren wurden über 400 Teilnehmer geschult.
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