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Neuer Präsident des deutschen Archäologischen Instituts gewählt

(lifePR) (Berlin, )
Die Generalversammlung hat heute Prof. Dr. Hans-Joachim Gehrke zum künftigen Präsidenten des Deutschen Archäologischen Instituts gewählt.
Gehrke wird am 1. März 2008 Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger nachfolgen, der zu diesem Zeitpunkt sein neues Amt als Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz antreten wird.

Hans-Joachim Gehrke studierte Geschichte, Klassische Philologie, Philosophie und Pädagogik an der Georg-August-Universität in Göttingen, wo er bei Alfred Heuß mit einer Arbeit zu Phokion promoviert wurde. Nach seiner Assistenz im Althistorischen Seminar Göttingen, die er mit seiner Habilitation über „Stasis. Untersuchung zu den inneren Kriegen in den griechischen Staaten des 5. und 4. Jhs. v. Chr.“ abschließen konnte, wurde er zum Professor für Alte Geschichte an der Universität Würzburg berufen. 1984 folgte er einem Ruf an den Lehrstuhl für Alte Geschichte der FU Berlin.

Seit 1987 ist er ordentlicher Professor am Seminar für Alte Geschichte der Albert-Ludwig-Universität in Freiburg, wo er von 1997 als Mitglied im Senat und Universitätsrat sowie ab 2006 als Dekan der Philosophischen Fakultät tätig war.

Mit Hans-Joachim Gehrke übernimmt nach Edmund Buchner, Präsident von 1980-1988, wieder ein Althistoriker die Leitung eines der weltweit größten archäologischen Forschungsinstitute. Gehrke zählt zu den renommiertesten Altertumswissenschaftlern in Deutschland und darüber hinaus. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der historischen Landeskunde des zentralen und östlichen Mittelmeergebietes, Fragen zu sozialen Konflikten und sozialer Integration, interkulturellen Beziehungen, Geschichtsvorstellungen und kollektiven Identitäten. Gehrke ist Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zum antiken Griechenland, zur Geschichte des Hellenismus, zu griechischer und lateinischer Epigraphik, zu antiken Geographen und zu Problemen der Identitätsformierung.

Hans-Joachim Gehrke war von 1997 bis 2000 Sprecher und von 2000 bis 2003 stellvertretender Sprecher des von der DFG geförderten Sonderforschungsbereiches 541 „Identitäten und Alteritäten“. Er ist Korrespondierendes Mitglied der Akademie Gemeinnütziger Wissenschaften in Erfurt und Ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Senat, Kuratorium und Hauptausschuss der DFG. Gemeinsam mit J. Blok, Utrecht, und O. Murray, Oxford, hat er Sitz und Stimme im Vorstand des European Network for the Study of Ancient Greek History.

Dem Deutschen Archäologischen Institut ist Hans-Joachim Gehrke schon seit langem sehr eng verbunden. Von 1990 bis 1999 war er an einem groß angelegten Survey in Akarnanien in Zusammenarbeit mit dem Architekturreferat der Zentrale des Deutschen Archäologischen Instituts und der Universität Münster beteiligt. Gehrke gehört damit zu jenen Althistorikern, denen auch die spezifischen Methoden und Fragestellungen der archäologischen Wissenschaften bestens vertraut sind. Seit 1997 ist Gehrke Mitglied der Zentraldirektion (ZD) des DAI, seit 2000 zudem auch Mitglied des Engeren Ausschusses der ZD. In dieser Funktion hat er die von Hermann Parzinger in den letzten Jahren durchgeführten Veränderungen innerhalb des Instituts maßgeblich unterstützt. Aufgrund seiner großen fachlichen Kompetenz, seines Ansehens über die Grenzen der Altertumswissenschaften hinaus und seiner wissenschaftsorganisatorischen Erfahrung hat die Zentraldirektion des DAI größte Hoffnungen, mit Gehrke einen Präsidenten gewählt zu haben, der den bisher eingeschlagenen Weg entschlossen fortsetzen und ihm dabei seine eigene persönliche Prägung verleihen wird. Insbesondere die weitere inhaltliche Verfestigung und der Ausbau der abteilungsübergreifenden Forschungsinitiativen (sog. Forschungscluster des DAI) wird eine der zentralen Aufgaben für den neuen Präsidenten sein.
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