Montag, 23. Oktober 2017


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Schulwandern - Starkmachen für mehr Bewegung und nachhaltige Naturerlebnisse

Kassel, (lifePR) - Raus aus der Klasse und rein ins Wandervergnügen! Statt Kinobesuch, Pizza essen gehen und Achterbahn-Park wieder den Wandertag im originären Sinn nutzen - dafür setzt sich der Deutsche Wanderverband mit seinem Projekt "Schulwandern" mit einem Fortbildungsmodul für Lehrende und Multiplikatoren ein - deutschlandweit.

Frisch gestartetes Projekt

Das zweijährige Projekt "Schulwandern - Starkmachen für mehr Bewegung und nachhaltige Naturerlebnisse" geht jetzt richtig los! Durchgeführt wird es bis Ende 2011 vom Deutschen Wanderverband (DWV) in Kooperation mit der Deutschen Wanderjugend. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Vorhaben.

Die Projektidee

Zielgruppe des Projekts sind Lehrer/-innen sowie weitere wanderbegeisterte Gruppenleiter/-innen und solche, die es werden möchten.

Kinder und Jugendliche an Naturwanderungen heran zu führen und gemein­sam Naturphänomene entdecken, macht nicht nur Spaß, sondern kann gleichzeitig junge Menschen für die Schönheit von Natur und ihre Schutz­würdigkeit sensibilisieren. Wandern ist gesund und fördert das soziale Miteinander sowie die Wertschätzung für die eigene Region.

Mit Matschstiefel unterwegs sein, ein Kontrast zu Playstation & Co setzen, auch bei Regen den kühlen Kopf bewahren, sportliche Grenzen spüren, Unsicherheiten im Paragrafendschungel und bei der Organisation einer angemessenen Wanderung, schrecken viele Lehrende ab, einen Wandertag umzusetzen. Hier setzt das Vorhaben "Schulwandern - Starkmachen für mehr Bewegung und nachhaltige Naturerlebnisse" an. Kern des Projekts sind Pilotschulungen für Wanderbegeisterte, die gern verantwortungsvoll und kreativ Kinder- und Jugendwanderungen begleiten möchten. Abgeleitet werden aus den Schulungen Qualitätsstandards, die im engen Dialog mit den Kultusministerien entstehen und allgemein für Fortbildungen zum Schulwandern anerkannt werden sollen.

Projektbausteine

Im Rahmen des Projekts sind drei praxisnahe Pilotschulungen angesetzt. Eine erste findet vom 1. bis 3. Oktober 2010 in Arnsberg/NRW statt und ist auf 15 Personen ausgelegt. Zwei weitere folgen im Frühling 2011 in Thüringen und Süddeutschland.

Zudem wird das gesamte Projekt durch einen interdisziplinären Fachbeirat begleitet, bestehend aus Experten/-innen aus Forschung, Kultus und Bildung, Wandern sowie außerschulischer Umweltbildung.

Die Teilnahme an der Bildungsmesse "didacta", ein bundesweiter Aktions­tag "Naturnahes Schulwandern" sowie ein Symposium Schulwandern sind für 2011 geplant. Ziel ist es hierbei, auf die Lernmöglichkeiten dieser naturnahen Aktivitäten aufmerksam zu machen. Ein Dialog unter den Multiplikatoren/-innen als Austausch- und Informationsplattform wird über eine interaktive Homepage eingerichtet.

Vision

Langfristiges Ziel des Deutschen Wanderbandes ist die Vernetzung von kompetenten Partner/-innen in Regionen, die eine dauerhafte Verankerung von Schulwandertagen und weiteren Wanderangeboten als unterrichtsbegleitendes Element möglich machen.

Bildungsverständnis

Das Projekt "Schulwandern" wird im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) durchgeführt. Gerade junge Menschen werden die Auswirkungen heutigen Handelns am deutlichsten spüren. Deshalb ist es wichtig, sie an Natur heranzuführen und zu einer aktiven und eigen­verantwortlichen Gestaltung ihrer Zukunft zu befähigen und zu ermuntern. Das Ziel der BNE ist, dass jede und jeder einzelne die hierfür erforderliche Kompetenz - so genannte Gestaltungskompetenz - erwirbt. Partizipation spielt dabei eine entscheidende Rolle. Bei den geplanten Pilotschulungen vermitteln wir ein ganzheitliches Lernen mit allen Sinnen. Über die Einbindung neuer Medien können Kinder und Jugendliche zielgruppen­gerecht erreicht und motiviert werden. Dazu gehören GPS und Geocaching, ein Abzeichen für Grundschüler/-innen (Outdoor-Kid-Abzeichen) und attraktive und zeitgemäße Inhalte, die sich vom Lernalltag absetzen.
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