Mittwoch, 20. Juni 2018


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Einheitliche Ausbildung der Wanderführer - Deutscher Wanderverband und staatliche Umweltakademien (BANU) kooperieren

Kassel, (lifePR) - Der Deutsche Wanderverband und die staatlichen Umweltakademien haben im Juli 2010 eine Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Wanderführern beschlossen. Damit soll die Ausbildung zum "Wanderführer" durch die deutschen Gebirgs- und Wandervereine mit der Ausbildung zum "Natur- und Landschaftsführer" durch die staatlichen Umweltakademien gleichgestellt werden.

"Durch diese Vereinbarung können wir noch mehr Menschen auf geführten Wanderungen spannende Naturerlebnisse und Umweltbildungsangebote bieten", sagt Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbandes (DWV). Er hat mit Claus-Peter Hutter, Leiter der Akademie für Natur- und Umweltschutz, Baden-Württemberg, die Rahmenvereinbarung am 12.7.2010 in Stuttgart unterschrieben.

Über eine lange Zeit war die Ausbildung von Wanderführern die Domäne der Wandervereine. Seit 2005 haben die staatlichen Umweltakademien und andere Träger eine Ausbildung zum "zertifizierten Natur- und Landschaftsführer" angeboten. Die Ausbildung zum Landschaftsführer umfasst 80 Unterrichtsstunden, die Ausbildung zum Wanderführer 60-120 Stunden. In bestimmten Schutzgebieten durften bisher nur zertifizierte Landschaftsführer Gruppen führen, aber keine zertifizierten Wanderführer. Der Deutsche Wanderverband und seine Mitgliedsvereine haben beschlossen, ab dem 1.1.2011 in allen Regionen die Ausbildungsstunden auf 80 zu erhöhen und einige Inhalte der Landschaftsführer-Ausbildung zu übernehmen. Dadurch erkennt der "Bundesarbeitskreis staatlicher Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz" (BANU) nun die Ausbildung der deutschen Gebirgs- und Wandervereine als gleichwertig mit der Ausbildung zum Landschaftsführer an. Ausgebildete Landschaftsführer wiederum können nun bei den deutschen Gebirgs- und Wandervereinen an weiterführenden Lehrgängen, wie der Ausbildung zum Gesundheitswanderführer, teilnehmen.

Die staatlichen Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz und die Wandervereine sind förderal organisiert. Daher sollen nun in den einzelnen Bundesländern die Landesorganisationen beziehungsweise Gebietsvereine des Deutschen Wanderverbandes mit den BANU-Einrichtungen Kooperationsverträge schließen. "In den ersten Bundesländern sind wir bereits auf einem guten Weg, um den Rahmenvertrag zwischen DWV und BANU auf Landesebene umzusetzen", so Dr. Rauchfuß.

Die Heimat- und Wanderakademie Baden-Württemberg, getragen vom Schwarzwaldverein und Schwäbischen Albverein, hat seit zwei Jahren die neuen Lehrgangsinhalte Tourismus, Kommunikation und Führungsdidaktik sowie Natur- und Erlebnispädagogik in ihre Ausbildungen aufgenommen. Gunter Schön, Hauptfachwart für Wandern im Deutschen Wanderverband, sagt: "Unsere Erfahrungen in Baden-Württemberg zeigen, dass wir mit der neuen Ausbildung auch neue Interessenten für die ehrenamtliche Arbeit der Wandervereine gewinnen können."

Die Rahmenvereinbarung gibt Hinweise zur Durchführung von Lehrgängen zum zertifizierten Landschaftsführer. Sie regelt Inhalt und Ablauf der Kooperation und ist abgestimmt mit den weiteren Kooperationspartnern der BANU: Europarc Deutschland, Verband Deutscher Naturparke (VDN), Bundesverband Naturwacht e.V., Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Deutschland e.V. (ANU).
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