Dienstag, 12. Dezember 2017


Welt MS Tag 2012: DMSG macht Mut für ein erfülltes Leben mit Multipler Sklerose

Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e. V. informiert

Hannover, (lifePR) - Andrea B. tanzt, Phil H. zeichnet, Markus H. klettert, Manuela W. singt und Aida A. genießt ihr Mutterglück – diese fünf Menschen verkörpern beispielhaft das Motto der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) zum diesjährigen Welt MS Tag am 30. Mai 2012: „Mein Leben mit MS“. Denn sie gehören zu jenen rund 130 000 Menschen in der Bundesrepublik Deutschland, die urplötzlich mit der Diagnose Multiple Sklerose konfrontiert wurden, deren Lebensplanung dadurch zwar von heute auf morgen auf den Kopf gestellt wurde, die sich jedoch nicht entmutigen ließen, sondern sich mit und trotz MS ihren Lebenstraum erfüllten.

Alle fünf wurden im jungen Erwachsenenalter mit der unheilbaren Erkrankung des Zentralen Nervensystems und ihren ungewissen Verläufen konfrontiert und mussten erhebliche Einschränkungen in Kauf nehmen. Resignieren kam für sie jedoch nicht infrage, im Gegenteil, sie stehen stellvertretend für die Botschaft des DMSG-Bundesverbandes zum Welt MS Tag: „MS bedeutet einen tiefen Einschnitt in die Lebensplanung und verändert den Alltag des Einzelnen. Dennoch gibt es ein Leben mit MS, auch besondere Leistungen sind möglich, wenn Chancen und Perspektiven wahrgenommen werden!“

Andrea B. erkrankte mit 24 Jahren an MS, seit ihrem 30. Lebensjahr sitzt sie im Rollstuhl, dann entdeckte sie den Turniertanz für sich. 2010 wurde sie Dritte bei den Weltmeisterschaften und sagt: „Mein Leben mit MS hat mir spannende neue Perspektiven eröffnet.“

Phil H. war 22 Jahre alt, als MS diagnostiziert wurde. Trotzdem hat er den Schritt in die Selbstständigkeit gewählt und begeistert heute mit seinen Behindertencartoons immer mehr Menschen: „Mein Leben mit MS spiegelt sich in meinen Karikaturen. Ich verstehe mich als Botschafter für einen unbefangenen Umgang mit Behinderten!“

Markus H. erhielt die Diagnose MS als 25-jähriger. Trotz Rollstuhl ließ er sich nicht unterkriegen, seit einigen Jahren ist er überzeugter Kletterer und findet: „Zu meinem Leben mit MS gehört das Klettern und andere zu ermutigen!“

Manuela W. ist Sängerin aus Leidenschaft. Mit 35 Jahren wurde sie von der MS ausgebremst – aber nur vorübergehend. Vom Rollstuhl aus sang sie sich in der RTL-Sendung „Supertalent“ in die Herzen eines Millionenpublikums: „Mein Leben mit MS hindert mich an vielem – nicht!“

Aida A. spürte im Alter von 22 Jahren die ersten MS-Symptome, zwei Jahre später musste sie ihren Beruf aufgeben. Dennoch wagte sie mit ihrem Mann die Familienplanung und ist heute glückliche Mutter. Ihr Fazit: „Mein Leben mit MS bedeutet, ich probiere alles aus – trotz MS!“

Mit unzähligen Veranstaltungen in ganz Deutschland lenken die DMSG und ihre Kontaktgruppen die Aufmerksamkeit auf Multiple Sklerose und stellen die individuelle Krankheitsbewältigung in den Mittelpunkt ihrer Informationen, räumen mit noch immer existierenden Vorurteilen auf. Unter www.dmsg.de sind die Aktionen aufgelistet.

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DMSG, Bundesverband e.V.

Hannover, 24. Mai 2012
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Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V.

Hintergrund

Der DMSG-Bundesverband e.V., 1952/1953 als Zusammenschluss medizinischer Fachleute gegründet, vertritt die Belange Multiple Sklerose Erkrankter und organisiert deren sozialmedizinische Nachsorge.
Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft mit Bundesverband, 16 Landesverbänden und derzeit 910 örtlichen Kontaktgruppen ist eine starke Gemeinschaft von MS-Erkrankten, ihren Angehörigen, 4.057 engagierten ehrenamtlichen Helfern und 250 hauptberuflichen Mitarbeitern. Insgesamt hat die DMSG 46.000 Mitglieder.
Mit ihren umfangreichen Dienstleistungen und Angeboten ist sie heute Selbsthilfe- und Fachverband zugleich, aber auch die Interessenvertretung MS-Erkrankter in Deutschland. Schirmherr des DMSG-Bundesverbandes ist Christian Wulff, Bundes-präsident a.D.

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralner-vensystems (Gehirn und Rückenmark), die zu Störungen der Bewegungen, der Sin-nesempfindungen und auch zur Beeinträchtigung von Sinnesorganen führt.
In Deutschland leiden rund 130.000 Menschen an MS. Trotz intensiver Forschungen ist die Ursache der Krankheit nicht genau bekannt.
MS ist keine Erbkrankheit, allerdings spielt offenbar genetische Veranlagung eine Rolle. Zudem wird angenommen, dass Infekte in Kindheit und früher Jugend für die spätere Krankheitsentwicklung bedeutsam sind. Welche anderen Faktoren zum Auftreten der MS beitragen, ist ungewiss.
Die Krankheit kann jedoch heute im Frühstadium günstig beeinflusst werden.
Weltweit sind schätzungsweise 2,5 Millionen Menschen an MS erkrankt.

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