Sonntag, 17. Dezember 2017


Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft stellt aktuelles Internettool vor: „Multiple Sklerose erforschen“ erklärt Wege zu neuen Therapieoptionen

Hannover, (lifePR) - Welche Wirkstoffoptionen zur Therapie der Multiplen Sklerose befinden sich in den Forschungs-Pipelines? Wie entsteht ein neues Medikament? Der DMSG-Bundesverband gibt mit dem neuen Internettool "MS erforschen" auf www.dmsg.de einen verständlichen und neutralen Überblick zu den Hoffnungsträgern in der zukünftigen Behandlung der Multiplen Sklerose und zeichnet ihren Weg in den klinischen Studien nach.

Durchschnittlich dauert es ca.12 Jahre von der Entwicklung eines neuen Wirkstoffes bis hin zur Zulassung eines Medikamentes. Die Entstehungsgeschichte ist ein langwieriger Prozess, dessen einzelne Wegstrecken genau festgelegt sind, die jedoch für den medizinischen Laien in der Regel nicht durchschaubar sind. Gemeinsam mit der AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg, hat sich der DMSG-Bundesverband der Aufgabe gestellt, dieses zu erklären und die Entstehung optionaler MS-Therapeutika von der Idee bis zum Abschluss der Studien transparent darzustellen.

"MS erforschen" stellt die aussichtsreichsten Wirkstoffe, die sich momentan in der klinischen Erprobung befinden in den Studienphasen I bis III vor und erläutert dazu in einem Wirkstoff -Steckbrief alles Wesentliche und Wissenswerte: der Wirkstoff als solcher, seine Wirkweise und Verabreichungsform werden vorgestellt, die Studientitel benannt, die Aussichten beschrieben. Besondere Aufmerksamkeit erfahren dabei die Wirkstoffe in der Phase III, der letzten Etappe vor einer möglichen Zulassung. Hier können zusätzliche Informationen zum Studienprofil aufgerufen werden. Fachausdrücke sind markiert und werden an Ort und Stelle übersetzt und erklärt.

Im begleitenden Exkurs Klinische Studien verstehen erfährt der Nutzer, was es bei der Interpretation von Studien zu beachten gilt. Nachvollziehbar erklärt werden die Studienphasen, das Studiendesign, die Studientypen und die Auswertungskriterien. Darüber hinaus geht der Exkurs auf die Stellung von Sponsoren ein. Links führen auf Internetseiten mit zusätzlichen Informationen, beispielsweise zum Deutschen Register klinischer Studien.

Die renommierten Neurologen und Vorstandsmitglieder des Ärztlichen Beirates des DMSG-Bundesverbandes, Prof. Dr. med. Peter Flachenecker, Chefarzt des Rehabilitationszentrum Quellenhof in Bad Wildbad und Prof. Dr. med. Ralf Gold, Direktor der Neurologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum, haben "MS erforschen" wissenschaftlich begleitet. Die Konzeption sowie die grafische und technische Umsetzung hat die Berliner Firma interActiv Systems (iAS), die redaktionelle Verarbeitung der Texte hat die Agentur media consulting Hemmingen übernommen. Der DMSG-Bundesverband dankt der Techniker Krankenkasse für die Finanzierung dieses innovativen Tools im Rahmen der Projektförderung der Krankenkassen.

Hintergrund

Der DMSG-Bundesverband e.V., 1952/1953 als Zusammenschluss medizinischer Fachleute gegründet, vertritt die Belange Multiple Sklerose Erkrankter und organisiert deren sozialmedizinische Nachsorge.

Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft mit Bundesverband, 16 Landesverbänden und derzeit 903 örtlichen Kontaktgruppen ist eine starke Gemeinschaft von MS-Erkrankten, ihren Angehörigen, 4.057 engagierten ehrenamtlichen Helfern und 241 hauptberuflichen Mitarbeitern. Insgesamt hat die DMSG rund 45.500 Mitglieder.

Mit ihren umfangreichen Dienstleistungen und Angeboten ist sie heute Selbsthilfe- und Fachverband zugleich, aber auch die Interessenvertretung MS-Erkrankter in Deutschland. Schirmherr des DMSG-Bundesverbandes ist Bundespräsident Christian Wulff.

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralner-vensystems (Gehirn und Rückenmark), die zu Störungen der Bewegungen, der Sinnesempfindungen und auch zur Beeinträchtigung von Sinnesorganen führt.

In Deutschland leiden rund 130.000 Menschen an MS. Trotz intensiver Forschungen ist die Ursache der Krankheit nicht genau bekannt.

MS ist keine Erbkrankheit, allerdings spielt offenbar genetische Veranlagung eine Rolle. Zudem wird angenommen, dass Infekte in Kindheit und früher Jugend für die spätere Krankheitsentwicklung bedeutsam sind. Welche anderen Faktoren zum Auftreten der MS beitragen, ist ungewiss.

Die Krankheit kann jedoch heute im Frühstadium günstig beeinflusst werden.

Weltweit sind schätzungsweise 2,5 Millionen Menschen an MS erkrankt.
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