Mittwoch, 26. Juli 2017


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Angekündigte Verbesserungen der Leistungen für Demenzkranke in der Pflegeversicherung dringend nötig

Deutsche Alzheimer Gesellschaft zur Reform der Pflegeversicherung

Berlin, (lifePR) - Zu den im Koalitionsausschuss genannten Vorhaben der Reform der Pflegeversicherung sagt Heike von Lützau-Hohlbein, Vorsitzende der Selbsthilfeorganisation Deutsche Alzheimer Gesellschaft: „Es ist zu begrüßen, dass Demenzkranke künftig einen höheren Betrag aus der Pflegeversicherung erhalten sollen. Auch die Stärkung der ambulanten Pflege und der Tagespflege war längst überfällig.“ Neben der Anhebung der Pflegesätze, die seit Beginn der Einführung der Pflegeversicherung gleich geblieben sind, soll es künftig auch die Möglichkeit geben, eine „Pflegezeit“ zu nehmen, um Berufstätigkeit und Pflege besser zu vereinbaren. „Es ist eine Schande, dass in der Diskussion um die Reform der Pflegeversicherung fast ausschließlich die Finanzen diskutiert und zum Objekt von Parteiengezänk werden. Die Unterstützung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen sollte im Vordergrund stehen“, so von Lützau-Hohlbein.

Schon lange bemängelt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz als Organisation der Betroffenen, dass Demenzkranke in der Pflegeversicherung ungenügend berücksichtigt werden. Der Pflegebegriff ist auf die körperlichen Erkrankungen ausgerichtet und berücksichtigt gerade die bei Menschen mit Demenz so wichtigen Betreuungs-, Begleitungs- und Beaufsichtigungsleistungen nicht. Auch wenn diese Reform Verbesserungen für die Pflegebedürftigen bringen wird, sieht Heike von Lützau-Hohlbein diese Reform nur als ersten Schritt. „Wenn der Beirat zur Überarbeitung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes im November 2008 seine Arbeit abgeschlossen hat, brauchen wir einen zweiten Reformschritt, mit dem dann grundsätzlich der Ansatz der Pflegeversicherung, der jetzt Defizit orientiert ist, geändert wird. Vor der Reform ist nach der Reform!“
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