Wissmann: CO2-Steuer muss Anreize für Neuwagenkauf bieten

Steuerreform ohne Altfahrzeuge „ökologischer Treppenwitz“

(lifePR) ( München, )
In der Diskussion um eine CO2-basierte Kfz-Steuer hat der Verband der Automobilindustrie (VDA) deutliche Anreize für Neuwagenkäufer verlangt. "Der durchschnittliche Käufer von kleinen und mittleren Volumenmodellen verfügt über ein Einkommen von weniger als 2.000 Euro. Wenn er durch die neue Kfz-Steuer in Kombination mit einem niedrigen Benzinverbrauch mehrere hundert Euro im Jahr sparen kann, überlegt er sich natürlich den Kauf eines Neuwagens", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Besonders abgasarme Fahrzeuge sollen den Reformplänen zufolge komplett von der Steuer befreit werden, Wissmann sieht dafür CO2-Werte bis zur "Größenordnung von 110 bis 120 Gramm".

Mit Sorge reagierte Wissmann auf den wachsenden "Populismus" in der Berliner Regierungskoalition, die die ursprünglichen Pläne zur Einbeziehung älterer Fahrzeuge auf Druck der Öffentlichkeit gekippt hatte: "Eine Steuerreform, die den Altbestand überhaupt nicht einbezieht, halte ich für einen ökologischen Treppenwitz." Stattdessen müssten auch "für eine gewisse Zeit" ältere Fahrzeuge mit hohen Emissionen "moderat" belastet werden, verlangte der VDA-Präsident. Nach seinen Vorstellungen sollte die zusätzliche Belastung der Autofahrer "im Wert einer halben Tankfüllung möglich sein". Eine Verjüngung des Altbestandes um ein Jahr würde die Einsparung von 800 Millionen Liter Kraftstoff bzw. zwei Millionen Tonnen CO2 im Jahr bringen.

Zudem sprach sich Wissmann gegen die Einführung von Verschrottungsprämien für Altfahrzeuge aus: "Die Erfahrung zeigt, dass wenn die Prämien nicht mehr gezahlt werden, sofort der Absatz um 30 bis 40 Prozent einbricht."
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