Continental setzt auf Emissionsminderung im Nutzfahrzeug

Continental bedient mit seiner Kompetenz die gesamte Wirkungskette vom Lufteinlass über die Gemischauf-bereitung, Verbrennung im Motor bis hin zum Auslass nach der Abgasnach-behandlung
(lifePR) ( Hannover/Regensburg, )
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- IAA 2014 Hannover: Continental weltweit aktiv mit Technologie zur Emissions- und Verbrauchsminderung - neue lokalisierte Fertigung in China und USA
- Neue Produkte: Einspritzpumpe für Medium Duty Nutzfahrzeuge, innovative Sensoren, SCR-Injektoren und Dosiersysteme
- Vollständige Integration des Abgastechnologiespezialisten Emitec bringt entscheidende Vorteile


Die Abgasnachbehandlung wird bei Nutzfahrzeugen zunehmend zur Schlüsseltechnologie. In Europa, wo seit 2014 die Euro VI Norm gilt, geht bei Neufahrzeugen beispielsweise nichts mehr ohne Selektive Katalytische Reduktion (Selective Catalytic Reduction, SCR), um die NOx-Grenzwerte einzuhalten. In China soll ab Anfang 2015 kein Nutzfahrzeug mehr zugelassen werden, das nicht wenigstens Euro IV erfüllt. Der internationale Automobilzulieferer Continental sieht in solchen Entscheidungen eine Bestätigung für seine Strategie: "Mit unserem breiten Portfolio an innovativen und flexibel integrierbaren Komponenten bieten wir Nutzfahrzeugherstellern Emissionslösungen mit einer attraktiven Total-Cost-of-Ownership", sagt José Avila, Mitglied des Continental-Vorstands und Leiter der Division Powertrain. Continental ist weltweit mit Steuergeräten, Sensoren und Aktuatoren sowie SCR-Technik und Dieselpartikelfiltern für Nutzfahrzeuge erfolgreich. Die Kompetenzbasis hat sich seit Mitte 2014 abermals verbreitert: Mit der vollständigen Übernahme der bisherigen 50-Prozentbeteiligung Emitec und deren Eingliederung in Continental Powertrain wird das Know-how der Abgasnachbehandlung weiter konzentriert. "Damit sind nicht nur die Informations- und Abstimmungswege kürzer, sondern es entstehen auch Synergien, die wir im Interesse unserer Kunden nutzen", so Avila.

Ausbau auf allen Ebenen und in allen Märkten

Die weltweit immer strengeren Nutzfahrzeug-Emissionsgrenzwerte erfordern inzwischen umfangreiche Konzepte im Fahrzeug. Continental bedient hier mit seiner Kompetenz die gesamte Wirkungskette vom Lufteinlass über die Gemischaufbereitung, Verbrennung im Motor bis hin zum Auslass nach der Abgasnachbehandlung. Leistungsfähige Motorsteuerungen helfen dabei, schon die Rohemissionen des Motors zu begrenzen. Da diese Maßnahme im Nutzfahrzeug in Zeiten von Euro VI allein nicht mehr genügt, gewinnt die Abgasüberwachung und -nachbehandlung mit ihren zahlreichen Komponenten an Gewicht. Vor dem Hintergrund dieser wachsenden Bedeutung baut Continental seine Aktivitäten auch regional aus: So läuft die Fertigung von NOx-Sensoren inzwischen lokalisiert in den USA und in China. Ebenfalls in China werden inzwischen Hochtemperatursensoren, Luftregelklappen und Abgasrückführventile für den Nutzfahrzeugeinsatz produziert. Und auch der in das Unternehmen eingegliederte Bereich Emitec plant in naher Zukunft am Standort Wuhu Dosiersysteme für die AdBlue®-Zumessung als Bestandteil von SCR-Lösungen herzustellen. Dort sollen zunächst die aktuell bei zahlreichen Nutzfahrzeugherstellern in China verwendeten Dosierpumpen für Systeme gefertigt werden, die Luftdruck zur Zerstäubung des Reduktionsmittels AdBlue® nutzen.

In Europa, wo Euro VI bereits umgesetzt ist, liegt der Entwicklungsschwerpunkt auf Optimierungsstrategien. Systeme und Komponenten sollen dazu kleiner, leichter, effizienter und weniger komplex werden. Ansätze zielen darauf ab den Einsatz von AdBlue® möglichst präzise und damit wirtschaftlich zu dosieren und bei der Abgasrückführung die Steuerungsqualität zu erhöhen. Gerade Sensoren zur Überwachung der Abgasqualität nach den Katalysatoren, aber auch des Sauerstoffgehalts im Ansaugtrakt leisten dazu Beiträge. Bei der Abgasnachbehandlung liegt der Schwerpunkt darauf, höchste NOx-Umsatzraten im gesamten Betriebsbereich zu ermöglichen, damit die Motoren mit geringstmöglichem Kraftstoffverbrauch arbeiten können. Dies wird mit Optimierung von Komponenten, Steuerung und Systemkonfiguration von Motoren und Abgasnachbehandlung zusammen erreicht.

Um zukünftige Emissionsgrenzen zu erreichen, werden vermehrt auch automatisierte Getriebe in Nutzfahrzeugen eingesetzt. Continental liefert für diese Automatikgetriebe die erforderlichen Steuergeräte.

Emission - und Verbrauchsreduzierung: Produkt-Highlights

Technologiebeispiele für diese Optimierung werden auf der IAA gezeigt: Zu den Produktneuheiten zählt eine neue 2.500 bar Kraftstoffeinspritzpumpe, mit der Continental sein Portfolio über den Light Duty Bereich hinaus für Medium Duty Nutzfahrzeug-Anwendungen erweitert. Die neue Pumpe hat einen vergleichsweise hohen Wirkungsgrad, der durch das digitale Einlassventil und die geringe Leckage realisiert wird. Auch der erfolgreiche Continental NOx-Sensor gehört zu den Highlights auf der Messe, weil er zur Genauigkeit der Abgasüberwachung beiträgt. Zudem läuft 2014 die Fertigung des auf der letzten IAA erstmals vorgestellten Urea Sensors zur kombinierten Erfassung von Urea-Konzentration und Füllstand an - ein Beispiel für vorausschauende Entwicklung, die sich für eine geringere Komplexität am Nutzfahrzeug nutzen lässt.

Ein weiteres Highlight ist der Biodiesel Sensor. Er erkennt den Biodieselanteil im Kraftstoff und kann so die Effizienz der Verbrennung steigern, was den Verbrauch mindert. Gleichzeitig liefert der flexibel kalibrierbare und damit weltweit nutzbare Sensor die Informationsbasis, um die Regeneration des Dieselpartikelfilters präziser zu regeln. Ebenfalls gezeigt werden hochpräzise Continental SCR-Injektoren. Diese werden von Emitec für den Einsatz in Nutzfahrzeugen konfiguriert. Schon bei niedrigen Abgastemperaturen sind damit sehr hohe NOx-Minderungsraten möglich, was zu insgesamt niedrigsten NOx-Emissionen und gleichzeitig bestmöglichem Kraftstoffverbrauch führt. Bei der Abgasnachbehandlung kommt kompakteren Hochleistungskomponenten eine besondere Bedeutung zu. Emitec hat dazu das im AdBlue®-Tank eingebaute Dosiersystem mit integrierten Sensorfunktionen zur Serieneinführung entwickelt. Spezielle Metallkatalysatorträger ermöglichen den kompakten Einbau am Motor, damit mehr Platz am Fahrzeugrahmen für Kraftstoff und Nutzlast zur Verfügung steht.
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