Sonntag, 17. Dezember 2017


  • Pressemitteilung BoxID 10594

LVI und BDU erproben neue Wege, um Produktivitätsreserven in mittelständischen Unternehmen zu heben

Bonn, (lifePR) - Der Verlust von Produktionsstätten und Arbeitsplätzen in Deutschland ist kein unabänderliches Schicksal. Mit geeigneten Konzepten und abgestimmten Umsetzungsprojekten lassen sich schlummernde Produktivitätsreserven aktivieren und unternehmerisches Potenzial am Standort Deutschland halten. Dies ist das Zwischenfazit der gemeinsamen Initiative „Fit for future“ des Landesverbandes der Baden-Württembergischen Industrie (LVI) und des Regionalarbeitskreises Baden-Württemberg im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) e.V.. In drei Pilotprojekten, für die sich Unternehmen aus ganz Baden-Württemberg beworben hatten, konnten bereits bis zum jetzigen Zeitpunkt durch Beratungsprojekte sowohl rechenbare Ergebnisse als auch weitere, erfolgssichernde Ergebnisse aufgezeigt werden, so LVI und BDU. Die Pilotprojekte laufen noch bis Ende des Jahres.

So ziele beispielsweise die HWG Inductoheat in Reichenbach mit dem Projekt „Standardisierung und Reduktion der Teilevielfalt“ darauf, Entwicklungskapazitäten auf die wirklich notwendigen, kundenspezifischen Entwicklungen zu konzentrieren, um Projektlaufzeiten zu verkürzen und interne Fehlerraten zu verringern. Nebeneffekt: Wissen wird auch weniger erfahrenen Mitarbeitern systematisch verfügbar gemacht.

Mit dem Projekt „Effiziente Auftragsabwicklung im Maschinenbau“ setze die Maschinenbau Lohse GmbH in Heidenheim darauf, durch konsequente Anwendung von Projektmanagement Marktvorteile zu erreichen. Im Mittelpunkt stünden schnelle Reaktionszeiten und Liefertreue sowie betriebsinterne Vorteile, wie zum Beispiel reibungslose Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche und die Senkung der Abwicklungs- und Fehlerkosten. Gleichzeitig werde den Mitarbeitern im Laufe des Projektes wesentliches Know-how dieser Methodik vermittelt, um auch künftig die Prozessoptimierung im Unternehmen zu gewährleisten.

Bei der Leutron GmbH in Stuttgart, gehe es darum, die Bestände relativ zum Umsatz zu senken und mit den gleichen Vorräten an Fertigwaren einen deutlich höheren Umsatz zu realisieren. Als wichtiger Nebeneffekt ergebe sich hier eine höhere Identifikation mit den wertschöpfenden Prozessen.

Alle Projekte befinden sich zur Zeit in der Umsetzungsphase. Ende November werden die abschließenden Ergebnisse der drei Pilotprojekte bei einer Abschlusspräsentation beim LVI in Stuttgart vorgestellt.

Vorgehensweise in den LVI/BDU-Pilot-Projekten:

- Interne Teams der Unternehmen arbeiten unter der Anleitung eines externen Beraters „am langen Arm“.

- Die Beteiligten lernen, dass sie mit ihrem Wissen und Ihrer Erfahrung ernst genommen und gefragt werden. Sie gewinnen an Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung.

- Die internen Teams schaffen die Ergebnisse, die Berater den stringenten Projektrahmen. Umsetzungswiderstände sind geringer als üblich.

- Die Berater treten nicht als die Experten im jeweiligen Thema auf, sondern als Moderatoren, die mit methodischem Vorgehen, mit Vertrauen in die Kompetenz und den Willen der Teammitglieder und mit Einfühlungsvermögen in das Unternehmen den Prozess steuern.

- Ziel ist es, mit vorhandenen Ressourcen deutlich mehr zu erreichen und so Ertrag, Marktposition, Zuverlässigkeit und Qualität weiter zu verbessern.

Ab Ende 2007 ist eine weitere Runde dieses LVI/BDU-Projektes geplant, an dem sich wieder Unternehmen aus Baden-Württemberg beteiligen können:
Diese Pressemitteilung posten:

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer