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BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag von Baden-Württemberg

Genmais gestoppt: Grüne fordern Einstellung von Anbauversuchen in Baden-Württemberg

(lifePR) (Stuttgart, )
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat mit sofortiger Wirkung die Abgabe von Saatgut der gentechnisch veränderten Maislinie MON810 zum kommerziellen Anbau gestoppt. Grund für die Zurücknahme der Genehmigung sind neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die "berechtigten Grund zu der Annahme geben, dass der Anbau von MON810 eine Gefahr für die Umwelt darstellt". Dies muss - so der agrarpolitische Sprecher der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg Bernd Murschel - Konsequenzen für die Anbauversuche in Baden-Württemberg haben.

Erstmals wird auch durch das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft wissenschaftlich belegt, dass das durch die genetische Veränderung in der Pflanze produzierte Bt-Toxin von der Pflanze in die Umwelt abgegeben wird und so in die Nahrungskette gelangt. Laborversuche haben ergeben, dass der Genmais MON810 bei 41% der untersuchten Insekten negative Auswirkungen auf Lebensdauer und Fortpflanzung hervorruft. Nachgewiesen wurde auch die schädliche Wirkung auf Nichtzielorganismen höherer Nahrungskettenglieder. Außerdem besteht die Gefahr, dass es zu langfristigen großflächigen Wirkungen auf die Umwelt durch die Langlebigkeit und Akkumulation des Giftes kommt.

Bernd Murschel: "Da nun auch von amtlicher Seite in aller Deutlichkeit vor den Risiken des Bt-Maises gewarnt wird, muss dies auch Konsequenzen für den Versuchsanbau von GVO-Mais in Baden-Württemberg haben. Derzeit sollen Versuche von Monsanto an mehreren Standorten in Baden-Württemberg durchgeführt werden. Die Grünen fordern vor dem Hintergrund der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse die Einstellung aller Versuche zum kommerziellen Anbau von MON810." Auch die Forschung an GVO-Pflanzen ist für die Grünen kein geeigneter Weg.

Sollte eine breite gesellschaftliche Mehrheit dennoch die Forschung mit Genpflanzen unterstützen, dann spricht sich Murschel für eine echte Risikoforschung aus, die die Komplexität der Technologie beachtet und weit gehende Risikovorkehrungen trifft. Dies schließt Freisetzungsversuche zum jetzigen Zeitpunkt aus. Feldversuche lediglich mit dem Ziel eine Marktzulassung zu erhalten, wo z.B. Bodenbearbeitungsmethoden und deren Auswirkungen auf den Ertrag bei Bt-Mais untersucht werden, geben keinerlei Information zu den Risiken des Genanbaus und sind deshalb abzulehnen.

Murschel: "Statt seine gentechnikfreundliche Position zu pflegen sollte sich Landwirtschaftsminister Hauk nach dem Wunsch der Bevölkerungsmehrheit richten und sich für eine gesicherte Produktion hochwertiger gentechnikfreier Lebensmittel einsetzen."



Info:

GVO = gentechnisch veränderte Organismen Bt-Mais = ein gentechnisch veränderter Mais, wobei ein Gen des Bakterium Bacillus thuringiensis eingeschleust wurde; ein Bodenbakterium, das ein Gift (Bt-Toxin) produziert, das spezifisch auf verschiedene Insekten, vor allem auf die Larven des Maiszünslers (Ostrinia nubilalis) und des westlichen Maiswurzelbohrers wirkt.
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