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Fotoausstellung "Auge des Himmels für das ASEAN-EU-Wissenschaftsjahr 2012 eröffnet / Forschungsvorhaben entwickeln Lösungen für die Umweltprobleme in Südostasien

(lifePR) (Berlin, )
Am 4. Mai fällt in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi der Startschuss für die wissenschaftliche Wanderausstellung "Auge des Himmels, die anschließend noch in Singapur, Indonesien, Malaysia und Thailand zu sehen sein wird. Sie ist ein besonders sichtbarer deutscher Beitrag zum ASEAN-EU Wissenschaftsjahr 2012. Konzipiert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und produziert vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigen die großformatigen Bilder eindrucksvolle Satellitenaufnahmen des DLR von beiden Kontinenten. Sie stellen dar, wie Naturräume durch den Menschen verändert werden, und sie veranschaulichen die Herausforderungen, vor denen die Wissenschaft im Hinblick auf eine nachhaltige Bewirtschaftung von natürlichen Ressourcen für eine wachsende Bevölkerung steht.

Im ASEAN-EU Wissenschaftsjahr 2012 wird die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union (EU) und den im ASEAN-Staatenbund zusammengeschlossenen Ländern Südostasiens einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Der asiatisch-pazifische Raum entwickelt sich nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in wissenschaftlicher Hinsicht zu einer bestimmenden Region in der Welt. Deutschland und Europa nehmen diesen Bedeutungszuwachs auf und kooperieren zunehmend mit den führenden Forschungs- und Bildungsnationen in der Region Südostasien. Die bevölkerungsreichen Länder Indonesien, Vietnam, Malaysia und Thailand spielen dabei neben den bekannten Wachstumsmärkten China und Indien eine zunehmend wichtige Rolle. Mit gemeinsamen Aktivitäten im Wissenschaftsjahr soll einerseits die Kooperationsbasis erweitert werden. Anderseits soll das Interesse an Wissenschaft und Forschung geweckt und ihr Nutzen für die Gesellschaft aufgezeigt werden.

Das BMBF finanziert bilaterale Forschungsvorhaben, die partnerschaftlich Lösungsansätze für die Umweltprobleme in Südostasien entwickeln.

Beispielsweise bedecken Karstlandschaften ein Viertel der Landoberfläche der Region. Regen- und Grundwasser ist in unterirdischen Flüssen der Karstgebirge gespeichert und daher nur schwer für die Wasserversorgung der Bevölkerung zu erschließen. Die Universität Karlsruhe (jetzt Karlsruher Institut für Technologie KIT) hat zusammen mit deutschen und indonesischen Partnern neuartige Techniken entwickelt, die es ermöglichen, Wasser auch unter diesen schwierigen Bedingungen nachhaltig zu fördern.
Ansprechpartner: Prof. Dr. Franz Nestmann, KIT (Nestmann@kit.edu)

Im Nachbarland Vietnam ist das Mekong-Delta als eines der wichtigsten Reisanbaugebiete der Welt zunehmend von Versalzung bedroht - eine Folge des vom Klimawandel verursachten Meerwasseranstiegs. Verschärfend hinzu kommen Überfischung und die Einleitung ungeklärter Industrieabwässer. Das auf deutscher Seite vom DLR koordinierte WISDOM-Projekt entwickelt ein Wasserinformationssystem, das Daten über den Zustand des Mekong-Deltas enthält. Das ist ein wertvolles Instrument für die verantwortlichen Akteure in Vietnam, um die natürlichen Ressourcen des Mekong-Delta nachhaltig zu bewirtschaften.
Ansprechpartnerin: Dr. Claudia Künzer, DLR Oberpfaffenhofen (Claudia.Kuenzer@dlr.de)

In einem weiteren Projekt werden Lösungsansätze von Bedeutung für die gesamte Region Südostasien erarbeitet. Der wachsende Energiebedarf dort wird zum überwiegenden Teil aus einheimischen Kohlevorkommen gedeckt. Die Ruhr-Universität Bochum unterstützt zusammen mit anderen deutschen Partnern die vietnamesischen Behörden bei der Begrenzung von Umweltschäden im Tagebau und bei der kosteneffizienten Wiederbegrünung aufgelassener Flächen.
Ansprechpartner: Prof. Dr. Harro Stolpe, Ruhr-Universität Bochum (harro.stolpe@rub.de)

Die Ausstellung wird parallel auch in Europa zu sehen sein, u.a. auf dem "Euroscience Open Forum 2012 vom 11.-15. Juli 2012 in Dublin. Weitere Stationen, auch in Deutschland, sind geplant.

Weitere Informationen, auch zu den anderen mit der Ausstellung verknüpften Forschungsprojekten finden Sie in einer englischsprachigen Broschüre unter: http://www.bmbf.de/...
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