Mittwoch, 13. Dezember 2017


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Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft

Sozialministerin Stewens: Europa darf Sudetendeutsche nicht vergessen / Streit zwischen Polen und Deutschland um Zentrum gegen Vertreibungen ist beigelegt / Veränderungen an der Spitze der Landsmannschaft

München, (lifePR) - "Es ist an der Zeit, dass sich Europa endlich vorbehaltlos auch den sudetendeutschen Fragen öffnet. Die Vertriebenen und ihre Nachkommen wollen und dürfen von Europa nicht vergessen werden. Hier heilt die Zeit keine Wunden. Für uns geht es immer auch darum, unsere Nachbarn zu gewinnen, Vergangenheit und Zukunft als etwas Gemeinsames begreiflich zu machen und die Chancen, die sich daraus ergeben, zu bekräftigen. Das Schirmland Bayern wird die Volksgruppe dabei unterstützen", erklärte Bayerns Sozialministerin Christa Stewens heute bei der konstituierenden Sitzung der XIV. Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft in München.

Die Ministerin begrüßte, dass der langjährige Streit zwischen Polen und Deutschland um ein Zentrum gegen Vertreibungen endlich beigelegt werden konnte. Deutschland werde nun endlich das tun, was ihm niemand abnehmen kann: eine Stätte der Erinnerung und der Trauer zu schaffen für die Opfer der Vertreibung. "Unnötige Jahre der Verzögerung mit unnötigen Verletzungen sind eine unnötige Zwischenbilanz. Trotzdem begrüße ich den Durchbruch zur Klarheit, auch weil damit die Zweifel hinsichtlich der Beteiligung der Vertriebenen ausgeräumt werden", so Stewens.

Die Ministerin gratulierte Bernd Posselt zu seiner Wahl zum neuen Sprecher der Sudetendeutschen, dem höchsten Amt der Volksgruppe. Stewens: "Ich wünsche Herrn Posselt bei der Wahrnehmung seiner neuen Aufgabe eine glückliche Hand. Das wünsche ich ebenso dem Vorstand der Landsmannschaft, der gleichfalls neu gewählt wurde." Dem bisherigen Sprecher Johann Böhm dankte die Ministerin für sein erfolgreiches Wirken, von dem die Landsmannschaft noch lange profitieren werde. "Die Veränderungen an der Spitze der Landsmannschaft werden seit längerem begleitet von einer Umbruchsituation in der Volksgruppe. Dies zeigt sich am deutlichsten am Rückgang der ehrenamtlich tätigen Landsleute und ist Folge des Generationenwandels. Dennoch sind die Aufgaben nicht geringer geworden. Die Regierung des Landes, das ihre Heimat war, verweigert derzeit noch den Dialog mit ihren einstigen Bürgern. Vor allem aber beginnen viele Nachkommen der Vertriebenen, Fragen nach ihrer Herkunft zu stellen", betonte die Ministerin.
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