Mittwoch, 20. Juni 2018


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Bayer beantragt Zulassung für Regorafenib zur Behandlung gastrointestinaler Stroma-Tumore in Japan

Berlin, (lifePR) - Bayer hat bei der japanischen Arzneimittelbehörde MHLW (Ministry of Health, Labour and Welfare) die Zulassung seines oralen Multi-Kinase-Inhibitor Regorafenib für die Behandlung von Patienten mit metastasierten und/oder inoperablen gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) beantragt. Die Zulassung für Regorafenib zur Behandlung von Patienten mit kolorektalem Karzinom (CRC) in Japan wurde bereits beantragt und wird in einem beschleunigten Zulassungsverfahren geprüft.

"Der Antrag auf Zulassung unseres Produkts zur Behandlung von Patienten mit GIST zusätzlich zu der bereits erfolgten Beantragung der Zulassung zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom ist ein wichtiger Schritt, um Patienten in Japan eine dringend benötigte neue Behandlungsoption anbieten zu können", sagte Kemal Malik, M.D., Mitglied des Executive Committees von Bayer HealthCare und Leiter der Globalen Entwicklung.

Die Einreichung beim MHLW basiert auf den positiven Ergebnissen der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie GRID (GIST - Regorafenib In Progressive Disease), die weltweit durchgeführt wurde - darunter auch acht Zentren in Japan. Die Studie untersuchte Regorafenib in Kombination mit der bestmöglichen unterstützenden Therapie (best supportive care oder BSC) im Vergleich zu Patienten mit Placebo plus BSC. Aufgenommen wurden Patienten mit metastasierten und/oder inoperablen gastrointestinalen Stromatumoren (GIST), deren Krankheit trotz vorangegangener Behandlung mit Imatinib und Sunitinib weiter fortgeschritten war. Regorafenib plus BSC konnte im Vergleich zu Placebo plus BSC das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant verlängern. Das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von Regorafenib in der GRID-Studie war vergleichbar mit den Ergebnissen früherer Studien. Ergebnisse der Studie wurden im Juni 2012 auf dem Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) präsentiert und am 22. November 2012 in der Online-Publikation des Lancet veröffentlicht.

Regorafenib wurde im September 2012 von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA unter dem Handelsnamen Stivarga® zur Behandlung von mCRC zugelassen. Im August 2012 wurde bei der FDA auch der Zulassungsantrag in der Indikation 'GIST' eingereicht. Im Oktober 2012 hat die FDA für diesen Antrag den Status einer vorrangigen Prüfung (Priority Review) gewährt. In der EU ist die Zulassung von Regorafenib zur Behandlung von Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom ebenfalls beantragt worden.

Über die GRID Studie

GRID war eine randomisierte, doppelblind durchgeführte, Placebo kontrollierte Multicenterstudie der klinischen Phase III. Untersucht wurden die Wirksamkeit und Sicherheit von Regorafenib zur Behandlung von GIST.

199 Patienten, deren Krankheit trotz Behandlung mit Imatinib und Sunitinib weiter fortgeschritten war, erhielten randomisiert im Verhältnis 2:1 entweder Regorafenib (160 mg einmal täglich über drei Wochen, gefolgt von einer Woche Pause) oder Placebo, jeweils kombiniert mit der bestmöglichen unterstützenden Behandlung. Der primäre Studienendpunkt war das progressionsfreie Überleben. Zu den sekundären Endpunkten zählten das Gesamtüberleben, die Zeit bis zum erneuten Fortschreiten der Krankheit, die Krankheitskontrollrate, die Ansprechrate des Tumors sowie die Dauer des Ansprechens. Die Sicherheit und Verträglichkeit beider Behandlungsgruppen wurde ebenfalls verglichen.

Über Gastrointestinale Stroma-Tumore

Gastrointestinale Stroma-Tumore oder kurz GIST sind die häufigste Form von Sarkomen im Magen-Darmtrakt. GIST sind lebensbedrohliche und bösartige (maligne) Tumore, wenn sie in andere Bereiche des Körpers streuen (metastasieren) oder nicht vollständig operativ entfernt werden können. GIST Tumore weisen eine Neuerkrankungsrate von 11 bis 20 Fällen pro Million Menschen pro Jahr auf. In Japan gibt es schätzungsweise 1.000 bis 1.500 neue Erkrankungen pro Jahr.

Die Entdeckung der onkogenen KIT-Kinase Mutationen in GIST und die Einführung von Therapien mit Kinase-Inhibitoren, haben zu einer schnellen Entwicklung im Verständnis dieser Tumore geführt. Es ist bekannt, dass 70-80% der Tumore eine onkogene Mutation im KIT-Gen aufweisen und dass diese Mutation zu einer dauerhaften Aktivierung der Kinase führt. Daher ist das mutierte KIT-Gen ein klinisch relevantes therapeutisches Target für GIST.

Über Regorafenib

Regorafenib ist ein oral wirksamer Multi-Kinase-Inhibitor, der in präklinischen Studien zeigen konnte, bestimmte Signalwege des Tumorwachstums zu hemmen - darunter Rezeptoren für VEGF, die eine wichtige Rolle bei der Angiogenese (Blutversorgung) des Tumors spielen. Regorafenib blockiert außerdem verschiedene onkogene Kinasen und Kinasen der Mikroumgebung der Tumorzelle, darunter KIT and PDGFR, die eine wichtige Rolle bei der Angiogenese (Blutversorgung) des Tumors spielen und verhindert dadurch das Wachstum (Proliferation) von bestimmten Tumorzellen.

Regorafenib ist ein Bayer-Wirkstoff und wird in den USA gemeinsam von Bayer und Onyx Pharmaceuticals vermarktet. Mit Onyx hat Bayer 2011 eine Vereinbarung getroffen, nach der Onyx Lizenzgebühren auf zukünftige weltweite Umsätze mit Regorafenib im Bereich der Krebsbehandlung erhält.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite http://www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
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