Die Marktmeinung aus Stuttgart

(lifePR) ( Stuttgart, )
Die weltweiten Kapitalmärkte stehen unter dem Einfluss des nachlassenden Wirtschaftswachstums. Die USA überbieten sich täglich mit neuen Horrornachrichten bezüglich Banken, die eventuell in Konkurs gehen könnten. In Europa greift der Konjunkturpessimismus um sich, insbesondere Deutschland hat nun als bisherige Lokomotive ebenfalls einen negativen Trend eingeschlagen. Ein Rekordhoch des Euros, der bis zu 1,60 stieg, und der nach wie vor hohe Ölpreis sowie auch die starken Schwankungen im Goldpreis zeigen die Unsicherheit am Markt. Zwar hat die EZB auf die steigenden Inflationsraten mit einer Zinsanhebung von 0,25 % reagiert. Ob dies ausreicht, bleibt abzuwarten. Sollte nämlich die Inflationsrate nicht sinken, wird der EZB nichts anderes übrig bleiben, als eine weitere Zinserhöhung vorzunehmen. Dies dürfte sich allerdings zusätzlich als Negativzeichen für den Aktienmarkt herauskristallisieren. Bei den Aktien bleiben die Banken nach wie vor im negativen Fokus. Auch daran wird sich kurzfristig nichts ändern. Deutlich hat diese Situation die Indizes geprägt, der DAX kämpft inzwischen um seine 6.000-Punkte-Marke. Ein Durchschlagen dieser Zahl würde einen Rückschlag bis 5.850 Punkte oder sogar bis 5.500 Punkte bedeuten. Erst ein Überschreiten von 6.200 Punkten würde den Index wieder aus seinem bisherigen Abwärtstrendkanal herausbringen. Noch negativer sieht es beim Euro Stoxx 50 aus, hier kam es bereits zum Verlassen des bisherigen Abwärtskanals und somit zu Tiefstständen aus dem Jahre 2005. Falls diese Marke nicht halten sollte, wäre ein Rückschlag bis 2.600 Punkte möglich. Dort lagen die Tiefpunkte im Jahr 2004. Auch hier müsste erst ein Anstieg über 2.850 Punkte gelingen, um den negativen Trend aufzuheben. Auch der Dow Jones Index hat inzwischen einen zweiten Abwärtskanal gebildet, der bis zu den Tiefpunkten aus dem Jahr 2006 heranreicht. Die nächste Unterstützungslinie liegt bei 10.500 Punkten, erst über 11.500 Punkten wäre ein Aufatmen möglich.

Nun ist es fast ein Jahr her, seitdem die Finanzmarktkrise begonnen hat, und es ist noch kein Ende abzusehen. Im Gegenteil, insbesondere in den USA zeichnet sich sogar eine Verschärfung bei den Kreditinstituten ab. Die Gesamtsituation ist aber inzwischen so, dass die Stimmung schlechter ist als die eigentliche Lage, d.h. wir bewegen uns auf die Endphase der Korrektur hin. Kurzfristig sind noch weitere Rückschläge möglich, aber auch das aktuelle Kursniveau bietet inzwischen durchaus interessante Einstiegsmöglichkeiten. Anleger sollten sich allerdings darüber im Klaren sein, dass die Gesamtkreditkrise noch nicht überstanden ist. Insofern ist eher von einer positiven Gegenbewegung auszugehen. Bis Ende 2009 sind die Wirtschafts- und Konjunkturdaten sicherlich noch nicht in einem solch positiven Stadium, dass von einer generellen Trendwende gesprochen werden kann. Es bleibt für Investoren immer nur die Möglichkeit, die extremen Kursrückgänge zu nutzen, um an der darauffolgenden Erholungsphase, die meist einige Monate anhält, zu partizipieren. Bei den Branchen sehen wir weiterhin Pharma und Versorger positiv. Bei den Einzelwerten würden wir nach den starken Kursrückgängen Nestlé wieder kaufen, ebenso den Chemiewert DSM. Im spekulativeren Bereich, in der Logistik, den Hamburger Hafen und die TNT.
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