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Land und Meer! Erklärung von Lübeck 2007 zum Integrierten Küstenzonen-Management

(lifePR) (Hannover, )
Die Küstenzone an Nord- und Ostsee gewinnt in Klima-, Energie- und Rohstofffragen zunehmend an Bedeutung. Daher ist ein Integriertes Küstenzonen-Managements (IKZM) unentbehrlich. Ziel eines solchen Managements ist die nachhaltige Entwicklung der Küstenzone, die das Funktionieren der natürlichen Systeme bewahrt und auf dieser Basis eine möglichst hohe Effizienz der Wirtschaft erreicht. Eine bedeutende Aufgabe für Politik, Verwaltung und Wirtschaft, aber auch für interessierte und motivierte Bürgerinnen und Bürger in Norddeutschland.

Rund 100 Experten haben an der Konferenz "Integriertes Küstenzonen-Management -- Was wurde bisher getan, was ist in Zukunft zu tun?" am 9. Juli 2007 in den MediaDocks in der Hansestadt Lübeck teilgenommen. Veranstalter waren die Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) und die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein, unterstützt durch Mecklenburg-Vorpommern. Die Konferenz hat gezeigt, dass das Bewusstsein für ein ganzheitliches Management und für nachhaltiges Vorgehen in der Küstenzone Norddeutschlands gewachsen ist.
Nach Meinung der Konferenzteilnehmer stehen nicht die Gegensätze von Land und Meer, sondern deren Zusammenspiel in der sie umgreifenden Küstenzone im Vordergrund.

Schleswig-Holsteins Innenminister Ralf Stegner und Gerhard Wagner vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung zogen am Vormittag eine Bilanz der bisherigen IKZM-Aktivitäten. Neben einer nationalen Strategie "Integriertes Küstenzonen-Management in Deutschland" haben die Küstenbundesländer bereits erste Raumordnungspläne für die Meeresgebiete bis zur Staatsgrenze vorgelegt oder arbeiten an deren Aufstellung. Trotz vielfältiger Aktivitäten und erfolgreicher Projekte besteht weiterer Handlungsbedarf, um die Entwicklungschancen des Integrierten Küstenzonen-Managements zu nutzen. "Wenn IKZM funktionieren soll, dann braucht es innovative Projekte auf kommunaler und regionaler Ebene, um die vorhandenen Entwicklungschancen zu nutzen", so Stegner.

Um von guten Erfahrungen zu profitieren, stellten am Nachmittag verschiedene Referenten erfolgreiche Projekte vor, wie beispielsweise die Integration der Wasserfront in die Kernstadt von Brake, sowohl unter Gesichtspunkten des Küstenschutzes als auch zur Steigerung der Freiraumqualität. Weitere Projekte waren die Entwicklung des "Küstenerlebnispfades Ostseeküste", eine Sporthafenkooperation zwischen Dänemark und Deutschland zur Stärkung der regionalen Wirtschaft im Kreis Ostholstein sowie die Zusammenarbeit zwischen Naturschützern, Wassersportlern und Anglern zum Schutz von einheimischen Tierarten und deren Lebensräumen im Greifswalder Bodden, die in einer freiwilligen Vereinbarung mündete.

Trotz aller Fortschritte gibt es nach Ansicht der Konferenzteilnehmer Handlungsbedarf. Sie haben deshalb die "Gemeinsame Erklärung von Lübeck 2007 zum Integrierten Küstenzonen-Management" beschlossen. Dabei sollen Veränderungsprozesse in der gesamten Küstenzone im Rahmen der an Land schon laufenden Raumbeobachtung erfasst, verfolgt und überprüft werden.

Ein Leitfaden zur Anwendung der Prinzipien des IKZM sowie entsprechende Leitziele und Regeln sollen erarbeitet und bereitgestellt werden. Die besonderen Entwicklungschancen, die das IKZM für die Küstenzone bietet, sollen durch konkrete Projekte vor Ort umgesetzt werden. Zudem ist im Rahmen von IKZM eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit benachbarter Regionen, Länder und Staaten erforderlich, um Ziele und Maßnahmen besser abzustimmen und deren Umsetzung zu beschleunigen. Für die Raumplanung bietet IKZM die Chance, ihre Koordinations- und Managementaufgaben im Zusammenspiel mit anderen Akteuren noch effizienter zu erledigen und dabei wichtige Beiträge, insbesondere auch für den Klimaschutz und die Folgen des Klimawandels in den Küstenzonen, zu leisten.

Die gesamte Erklärung von Lübeck 2007 wird in Kürze auf der Internetseite der ARL (www.ARL-net.de) veröffentlicht.
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