Mittwoch, 18. Oktober 2017


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Chinesische Arbeitsmarktexperten besuchten die Karlsruher Arbeitsagentur

Auch in China ist die Fachkräftesicherung ein wichtiges Thema

Karlsruhe, (lifePR) - 15 Direktoren der Arbeitsverwaltung, alle aus der Provinz Liaoning/Shenyang in Nordchina, besuchten im Rahmen einer Studienreise die Karlsruher Arbeitsagentur mit dem Ziel, die Struktur und die Arbeitsweise der deutschen Arbeitsagenturen direkt vor Ort kennenzulernen und sich mit erfahrenen, praxisnahen Arbeitsmarktexperten auszutauschen.

Die Provinz Liaoning/Shenyang ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Nordchinas und besetzt mit einem Wirtschaftswachstum von über 13 Prozent seit 2008 unter den global vergleichbaren Regionen den ersten Rang.
Die Region hat für chinesische Verhältnisse eine ungewöhnlich vielfältige Wirtschaft. Es gibt die drei großen Felder: Chemische Industrie, Maschinen- und Fahrzeugbau und Hightech. Im Süden Shenyangs ist ein großes Areal eigens als Hightechzone ausgewiesen, in der die Softwareproduktion einen Schwerpunkt bildet. Nach Aussage des Gruppensprechers hat sich der Arbeitsmarkt in Nordchina genau wie in Deutschland gewandelt. Fachkräftesicherung und -gewinnung sind zu wichtigen Themen geworden.

Mit großem Interesse verfolgten die chinesischen Arbeitsmarktexperten den Vortrag von Ingo Zenkner, dem Chef der Karlsruher Agentur.

Er sprach über die Entwicklung des regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes. Dabei erläuterte er, welche Herausforderung aus seiner Sicht der demografischen Wandel und der zunehmende Fachkräftebedarf mit sich bringt und wo er noch ungenutztes Potential sieht. Hierbei interessierte die Gäste besonders, welche Möglichkeiten der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt zur Fachkräftegewinnung bietet und wie die Zusammenarbeit in Karlsruhe umgesetzt wird. Silvia Müller-Wolff, die EURES-Beraterin und Expertin für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Karlsruher Arbeitsagentur, berichtete aus der Praxis und beantwortete die vielfältigen Fragen. Große Aufmerksamkeit schenkten die chinesischen Arbeitsmarktexperten den Ausführungen von Verena Gay, der Beauftragten für Chancengleich am Arbeitsmarkt. Sie berichtete unter anderem über Aktivierungsmöglichkeiten von Frauen nach der Familienphase.

Neben den Vorträgen und Fragerunden stand auch eine Führung durch das Berufsinformationszentrum (BiZ) auf dem Wunschprogramm der Direktoren. "In China hat sich das Berufswahlverfahren in den letzten Jahren maßgeblich verändert. Chinesische Jugendliche wählen heute frei nach Vorlieben und Talenten ihren Beruf und damit auch ihre Karrieremöglichkeiten. Da ist ein solches Berufsinformationszentrum eine hervorragende Orientierungshilfe", sagte ihr Gruppensprecher.

Die Gruppe bedankte sich bei Ingo Zenkner sehr herzlich für die Gastfreundschaft und seine Zeit. Ingo Zenkner war vom Wissen und der Offenheit der chinesischen Besucher sehr angetan. Er bedankte sich für die interessanten Gespräche und verabschiedete sich mit den Worten: "Für Kolleginnen und Kollegen nehme ich mir gerne die Zeit."
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