Mittwoch, 18. Oktober 2017


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1.170 Arbeitslose weniger als vor einem Monat

Viele junge Leute, die nach ihrer Ausbildung arbeitslos wurden, schafften jetzt den Einstieg ins Erwerbsleben

Karlsruhe, (lifePR) - .

Die Septemberdaten auf einen Blick:

- Genau 17.625 Frauen und Männer sind ohne Arbeit; dies sind 1.169 weniger als vor einem Monat und gar 2.360 weniger als vor einem Jahr. Jugendliche und Männer profitieren von diesem Rückgang am stärksten.
- Rückgang bei den Versicherungskunden (Sozialgesetzbuch III - SGB III) stärker. Trotzdem sind jetzt wieder deutlich weniger Menschen auf Grundsicherungsleistungen nach SGB II angewiesen.
- Im September mussten sich gut 5.020 Frauen und Männer in der Region Karlsruhe neu arbeitslos melden. Im gleichen Zeitraum konnten aber auch 6.180 Personen aus der Arbeitslosigkeit wieder abgemeldet werden.
- Arbeitslosenquote - ging wie im Landesdurchschnitt - um 0,3 Prozentpunkte zurück und liegt aktuell bei 4,7 Prozent.
- Arbeitskräftenachfrage gegenüber dem Vormonat stabil; aber deutliche Zunahme gegenüber dem Vorjahr.

"Dass die Arbeitslosenzahlen wieder zurückgehen, habe ich erwartet. Viele junge Menschen, die nach ihrer Ausbildung arbeitslos wurden, schafften einen schnellen Einstieg ins Berufsleben. Hinzu kommt, dass die Betriebe nach der Urlaubszeit und durch die konjunkturelle Erholung im Vergleich zum Vorjahr mehr Personal eingestellt haben. Der Aufwärtstrend der Wirtschaft ist am Arbeitsmarkt erfreulich deutlich spürbar, wenngleich Risiken für die künftige Entwicklung weiterhin bestehen bleiben", sagt Hartmut Pleier, Chef der Karlsruher Arbeitsagentur bei Vorlage der aktuellen Daten.

Entwicklung nach Personengruppen und Rechtskreise

Unter den 17.625 Arbeitslosen im September waren 8.483 Frauen und 9.142 Männer. Die Arbeitslosigkeit hat sich gegenüber dem Vormonat um insgesamt 1.170 verringert.

Dabei profitierten die Frauen mit einem Minus von 6,4 Prozent stärker die Männer; der Rückgang dort 6,0 Prozent. Der Frauenanteil. gemessen an allen Arbeitslosen, liegt jetzt bei 47,5 Prozent.

Der Blick auf die Personengruppen der jungen Arbeitslosen unterstreicht Pleiers Aussage. Im Juli und August war die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen - wegen der Übergangszeit von Ausbildung in Beschäftigung - kräftig gestiegen.

Im September hat nun die Gegenentwicklung eingesetzt. Viele dieser gut ausgebildeten jungen Menschen konnten mit Hilfe der Arbeitsagentur ihre erste Anstellung finden. Dadurch ist die Zahl der jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren in den letzten vier Wochen um 23,0 Prozent zurückgegangen. Der Vergleich mit den Vorjahreswerten fällt noch positiver aus. Vor 12 Monaten gab es noch 630 junge arbeitslose Menschen (25,9 Prozent) mehr.

Ältere Arbeitslose

Wenig Veränderung gab es dagegen bei den arbeitslosen Menschen, die mindestens 50 Jahre alt sind. Knapp 5.070 waren im vergangenen Monat arbeitslos. Genau 83 oder 1,6 Prozent weniger als im August.

Unterschiedliche Entwicklung nach Rechtskreisen

Sozialgesetzbuch III - Sozialgesetzbuch II (SGB)

Der Blick auf die beiden Rechtskreise - Sozialgesetzbuch III (SGB III) und Sozialgesetzbuch II (SGB II) zeigt, dass in erster Linie die Zahl der Versicherungskunden (SGB III) zurückging (-917).

Positiv, da ebenfalls rückläufig, die Zahl der Menschen, die Arbeitslosengeld nach der Grundlage des SGB II erhielten.

10.300 Frauen und Männer beziehen jetzt diese Leistungen. Gut 250 weniger als im letzten Monat (180 im Stadt- und 70 im Landkreis).

6.080 Menschen oder 67,8 Prozent aller Arbeitslosen, die in Karlsruhe wohnen, erhielten SGB-II-Leistungen. Im Landkreis Karlsruhe erhalten derzeit noch knapp 4.230 Personen die Leistung der Grundsicherung; der Anteil hier: 48,8 Prozent.

Erneut viele Bewegung auf dem Arbeitsmarkt

Abmeldungen jetzt wieder in der Überzahl

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung. ImAugust waren die Menschen in der Überzahl, die sich neu oder erneut arbeitslos melden mussten. Im September hingegen war die Zahl der Abmeldungen deutlich höher als die der Neuzugänge.

5.023 Frauen und Männer mussten sich neu oder erneut arbeitslos melden, das waren 860 weniger als im Vormonat und knapp 310 weniger als vor einem Jahr.

Gleichzeitig beendeten rund 6.180 Personen ihre Arbeitslosigkeit, knapp 227 mehr als im September 2009. Seit Jahresbeginn gab es 46.130 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 650 Meldungen.

Dem gegenüber stehen 47.650 Abmeldungen von Arbeitslosen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten 5.580 Menschen mehr aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet werden.

Arbeitskräftenachfrage positiv

Die Einstellungsbereitschaft der regionalen Arbeitgeber blieb in den letzten Wochen stabil. 1.657 neue ungeförderte Arbeitsstellen - also ohne die Arbeitsgelegenheiten nach dem Sozialgesetzbuch II, die sogenannten "ein Eurojobs" - konnte der Arbeitgeberservice aufnehmen. Das Gesamtangebot an freien Stellen liegt aktuell bei gut 3.240 und damit um 4,2 Prozent höher als im August. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 1.100 Stellen mehr.
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