zurück zur Übersicht

(lifepr) (Karlsruhe, 12.10.2011) Die Bezeichnung Referenzzentrum ist an besondere Voraussetzungen geknüpft, darunter fallen beispielsweise Anzahl und Qualität der vorgenommenen Operationen, interdisziplinäre Behandlung einschließlich Ernährungstherapie und Langzeitnachsorge. Sämtliche Patienten werden einem nationalen Register gemeldet, so dass eine begleitende wissenschaftliche Auswertung aller operierten Patienten stattfindet.
Innerhalb der letzten 12 Monate wurden in der Klinik für Allgemeinchirurgie im Klinikum Karlsruhe mehr als 250 Patienten mit einer sogenannten morbiden Adipositas (krankhaftes Übergewicht) im Hinblick auf einen operativen Eingriff beraten. Die Operationsfrequenz liegt aktuell bei über 100 Eingriffen pro Jahr. Dabei kommen verschiedene Operationstechniken zum Einsatz, am häufigsten werden die sogenannte Schlauchmagenbildung (Magenverkleinerung) und der Magenbypass durchgeführt. Daneben wird das gesamte Spektrum an übergewichtsreduzierenden Eingriffen angeboten. Nahezu alle Operationen erfolgen minimal-invasiv über eine Bauchspiegelung.
"Die Erfolge der Adipositaschirurgie sind überzeugend", beschreibt Prof. Michael R. Schön, Direktor der Klinik für Allgemeinchirurgischen, die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten. "Man kann davon ausgehen, dass sich das krankhafte Übergewicht infolge einer Operation innerhalb eines Zeitraumes von ein bis zwei Jahren im Durchschnitt um etwa 50 Prozent reduziert", so Schön weiter. "Wichtig sind aber auch die Rückbildung der typischen Begleiterkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Gelenkbeschwerden".
Die AOK Mittlerer Oberrhein hat als eine der ersten Krankenkassen in Deutschland den Nutzen dieser international längst breit akzeptierten Therapieform der krankhaften Adipositas erkannt. Mit ihr besteht eine enge Kooperation, von der die Adipositas- Patienten durch ein etabliertes Therapiekonzept profitieren.
Am Klinikum Karlsruhe werden bislang Patienten mit einem Körpergewicht von bis zu 300 kg operiert. Hierfür wurde bereits in den vergangenen Jahren eine spezielle Infrastruktur (z. B. Betten, Rollstühle, Sanitäranlagen, OP-Tische) zur Behandlung schwerstübergewichtiger Patienten geschaffen.
Ansprechpartner:
Frau Petra Geiger
Geschäftsbereich 5- Recht, Qualitätsmanagement und
Telefon: +49 (721) 974-1076
Fax: +49 (721) 974-7956
Zuständigkeitsbereich: Öffentlichkeitsarbeit
(41 kB) |
zurück zur Übersicht