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(lifepr) (Mannheim, 11.02.2014) "Mit ihren Rentenplänen verlässt die Bundesregierung den seit vielen Jahren erfolgreichen Kurs einer an der Demografie orientierten Rentenpolitik." Mit diesen Worten kritisierte der Präsident der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald, Walter Tschischka, den von Arbeitsministerin vorgelegten Gesetzesentwurf. Jahrelang habe die Wirtschaft angesichts der dramatischen demografischen Entwicklung für eine Ausweitung der Arbeitszeit bis zum 67. Lebensjahr geworben und die Betriebe darauf eingestellt. Tschischka wörtlich: "Jetzt kommt die Rolle rückwärts zur Frühverrentung mit 63. Wir können es uns gar nicht leisten, dass viele Facharbeiter vorzeitig ausscheiden werden, die gerade im Handwerk noch gebraucht werden."
Der Mannheimer Kammerpräsident merkte an, dass, statt Kosten zu sparen, die Ausgaben dramatisch ausgeweitet würden. Und zeigte wenig Verständnis für die Konsequenzen, da die Beiträge nicht wie erwartet sinken werden, sondern nur noch steigen. "Betroffen sind alle - Steuerzahler, Beitragszahler, vor allem künftige Generationen. Gewinner sind nur wenige, die nach langen Beitragszeiten aber meist ohnehin gut versorgt sind", so Tschischka in seiner Einschätzung.
Dabei machte Tschischka deutlich, dass auch die aktuelle Rentnergeneration Verzicht üben müssen: "Rentenerhöhungen fallen geringer aus". Höhere Rentenbeiträge bedeuteten weniger verfügbares Einkommen; das werde die Binnenkonjunktur treffen. "Die leichtfertige Steigerung der Lohnzusatzkosten bedeutet einen Angriff auf die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe, insbesondere im arbeitsintensiven Mittelstand", stellte der Mannheimer Kammerpräsident fest.
Während Frankreich verzweifelt dabei sei, die Folgen seiner Sozialpolitik zu revidieren, um wieder an Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen, gehe Deutschland den umgekehrten Schritt und revidiert Beschlüsse, die Jahr für Jahr zu Beschäftigungsrekorden beigetragen hätten. "Diese Rolle rückwärts wird uns noch teuer zu stehen kommen", ist sich Tschischka sicher.
Ansprechpartner:
Herr Detlev Michalke
Handwerkskammer Mannheim
Telefon: +49 (621) 18002-104
Fax: +49 (621) 18002-152
Zuständigkeitsbereich: Pressesprecher
Frau Bianca Öhlschläger
Presse- und Medienarbeit
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Zuständigkeitsbereich: Sekretariat
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