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Konjunktur im Handwerk stabilisiert

Lageindex mit +9,3 deutlich höher als noch vor einem Jahr / Auftragslage deutlich verbessert / Hauptgeschäftsführer Müller: 2010 wird für das Handwerk ein schwieriges Jahr
Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald
Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald

(lifepr) (Mannheim, 01.02.2010) Die Handwerkskonjunktur in der Region Rhein-Neckar-Odenwald hat sich zum Jahresende 2009 weiter stabilisiert. So bewerteten die Betriebe vor allem die aktuelle Geschäftslage besser als noch vor Jahresfrist. Ein Drittel vergibt dabei gute Noten. Im Vorjahresquartal lag dieser Wert noch bei 28 Prozent. Allerdings war auch knapp jeder vierte Unternehmer mit den Geschäftszahlen nicht zufrieden. Im Zuge dieser Entwicklung verbesserte sich das Lageindex - also der Saldo aus positiven und negativen Bewertungen - auf +9,3 Zähler gegenüber +2,2 von vor eine Jahr.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald unter ihren rund 12.600 Mitgliedsbetrieben. Danach hat sich in den zurückliegenden drei Monaten vor allem die Auftragslage besser entwickelt als noch im 3. Quartal 2009, denn drei von zehn Unternehmen meldeten einen Zuwachs. Auch was den Blick in die Zukunft betrifft, sind die Betriebe der Region optimistischer als noch vor Jahresfrist: Immerhin ein Achter rechnet mit einem Auftragsplus (12,5 Prozent) gegenüber 9,6 von vor einem Jahr.

Bei der Kapazitätsauslastung wiesen zum Ende des vierten Quartals 2009 52,9 Prozent Reserven in größerem Umfang auf. Unter Vollauslastung fährt nur jeder neunte Handwerker (11,3 Prozent). Auch die Umsatzsituation zeigte zufriedenstellende Tendenz: Immerhin 38,1 Prozent konnten Steigerungen erzielen, dagegen mussten sich knapp ein Viertel (24,8 Prozent) mit einer negativen Umsätzen abfinden.

Was die Umsätze der kommenden Monate angehe, sind die Betriebe der Region zuversichtlicher als noch Ende 2008. Obwohl immer noch 37,6 Prozent der Unternehmer mit einem Rückgang rechnen, lag dieser Wert im Vorjahresquartal bei 46,9 Prozent. 15,4 Prozent schauen optimistisch in die Zukunft - auch das ein kleiner Anstieg gegen die 14,7 Prozent zum Ende 2008.

Trotz schwieriger Konjunktur haben die Betriebe ihre Belegschaft weitgehend unverändert gelassen. 5,9 Prozent der Betriebe wollten mehr, aber 7,7 Prozent auch weniger Mitarbeiter einstellen.

Zwar ist die Bereitschaft zu Investitionen gegenüber Ende 2008 deutlich größer (16,3 Prozent aktuell - 3,7 Prozent Ende 2008), aber mehr als die Hälfte (53,2 Prozent) plant aktuell keine Investitionen.

Ausblick für 2010

Hauptgeschäftsführer Dieter Müller von der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald, der diese Zahlen der Öffentlichkeit vorstellte, prognostizierte vor diesem Hintergrund "ein schwieriges Jahr für die Handwerkswirtschaft". Zwar werde sich der Export beleben, aber er erwarte nur einen langsamen Anstieg der Inlandsnachfrage. Zwar stabilisierten die Konjunkturpakete die Bauinvestitionen auch im kommenden Jahr, er erwarte aber keine Wachstumsimpulse vom privaten Konsum.

"Neben der steigenden Arbeitslosigkeit wirken sich belastend auch die niedrigen Tariflohnsteigerungen aus. Vor allem aber wird die Entwicklung der Handwerksumsätze durch den Wegfall der Umweltprämie gebremst", so Müller weiter. Er gehe daher davon aus, dass im Jahr 2010 der Umsatz des Handwerks nominal um 1,0 Prozent zurückgehend werde und die Beschäftigung bestenfalls auf dem Niveau von 2009 gehalten werden könne.

Müller wörtlich: "Voraussetzung für eine weitere positive Entwicklung im Handwerk ist, dass sich die Rahmenbedingungen nicht verschlechtern. Vor allem die Ausstattung der Unternehmen mit ausreichend Liquidität muss gesichert werden". Mit flankierenden Maßnahmen im steuerlichen Bereich (Steuerprogression, Erbschafts- und Umsatzsteuer) könne die Politik für Schadensbegrenzung sorgen, meinte Müller abschließend.

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