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Die Hälfte aller Neuwagen in Europa haben ESP an Bord - Kleinwagen rollen weit hinterher

ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.
ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.

(lifepr) (Bad Windsheim, 10.07.2008) In Europa waren im vergangenen Jahr erstmals 50 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge mit einem elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) ausgestattet.Deutschland ist mit einer Ausstattungsrate von 79 Prozent Zweitbester hinter dem Klassenprimus Schweden (96 Prozent). Weltweit wird jedes dritte Kraftfahrzeug mit ESP ausgerüstet.Diese Zahlen stammen aus einer in Brüssel auf einer Veranstaltung der Informationskampagne "Choose ESP!" vorgestellten Markterhebung der Bosch AG. "Von allen zugelassenen Fahrzeugen auf Europas Straßen war 2007 nur rund jedes fünfte mit ESP ausgestattet", relativierte Bosch-Bereichsvorstand Herbert Hemming die auf den ersten Blick recht positiven Zahlen. Großen Nachholbedarf gebe es weiterhin bei Neufahrzeugen im Klein- und Kleinstwagensegment. Dort liegt der Anteil der Fahrzeuge mit ESP im Jahr 2007 in den fünf größten Märkten Europas (Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien) lediglich bei 17 Prozent, obwohl das Segment 44 Prozent Anteil am Gesamtmarkt hat. Mit Kleinfahrzeugen und älteren Modellen ohne ESP fahren häufig junge Anfänger, die überdurchschnittlich oft in schwere Unfälle verwickelt sind. Verkaufsanalysen zeigen, dass ESP fast ausschließlich als Serienausstattung und kaum als Sonderausstattung den Weg zum Kunden findet. Hohe Preise für die Nachrüstung oder Mehrausstattung halten viele Käufer von einer Bestellung ab. Die Verkehrsexperten forderten den Autohandel auf, die Kunden im Verkaufsgespräch noch besser über die Vorteile von ESP zu informieren als bisher. Die EU-Kommission will den elektronischen Schleuderschutz bei neuen Modellen ab 2012 und bei allen Neufahrzeugen ab 2014 als Serienausstattung vorschreiben. Der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) tritt dafür ein, dass die Hersteller nicht erst auf die Verabschiedung der EU-Gesetzesvorlage warten und dass ESP auch in Kleinwagen möglichst schnell als Grundausstattung gilt.

Ansprechpartner:

Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
Fax: +49 (9841) 409-190

Auto- und Reiseclub Deutschland
Telefon: +49 (9841) 409-182

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