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"Mir san mit'm Radl da" - aber nicht in ICE-Zügen

ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.
ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.

(lifepr) (Bad Windsheim, 23.05.2007) Die Bahn lehnt bisher die Mitnahme von Fahrrädern in ICE-Zügen mit Hinweis auf die Unwirtschaftlichkeit sowie auf die Gefahr von Ver­spätungen ab. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee will das ändern, wie er dem Magazin „Radwelt" des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) sagte. Tiefensee plädiert für eine ICE-Pilotstrecke, um Erfahrungen bei der Radmitnahme zu sammeln. In dem Gespräch regte er die Einrichtung von Mehrzweckabteilen an, um die Mitnahme von Fahrrädern, aber auch von Kinderwagen, Rollstühlen und Sportgeräten in allen Zügen einschließlich von Hochgeschwindigkeitsbahnen zu er­möglichen. Nach ADFC-Angaben nehmen in Deutschland jährlich rund 250.000 Rei­sende ihr Fahrrad im Schienenfernverkehr mit. Derzeit beträgt der Fahrradanteil am Verkehrs­aufkommen in Deutschland neun Prozent, wie das Verkehrsministerium kürzlich auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mitteilte. Da­nach legt jeder Bundesbürger pro Jahr im Durchschnitt etwa 300 Kilometer auf dem Rad zurück, Dänen und Niederländer hingegen schaffen jährlich rund 1 000 Kilo­meter. Laut Ministerium baute der Bund in den vergangenen Jahren entlang von Bundesstraßen in Deutschland 3 618 Kilometer Radwege. Mit dem 2002 aufgestell­ten Nationalen Rad­verkehrsplan will die Bundesregierung den Radver­kehrsanteil steigern und eine sozial- und umweltverträgliche Nahmobilität fördern. Nach Anga­ben des Verkehrsministeriums könnten pro Jahr 7,5 Millionen an Kohlen­dioxid ein­gespart wer­den, wenn Pkw-Fahrten bis zu sechs Kilometer Entfernung um 30 Pro­zent reduziert würden. ARCD

Ansprechpartner:

Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
Fax: +49 (9841) 409-190

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