Pfeil zurück zur Übersicht

Verbände fordern eine Lösung für Lkw-Parkplatznot an Autobahnen

ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.
ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.

(lifepr) (Bad Windsheim, 26.06.2007) Die Parkplatznot für Lkw-Fahrer spitze sich seit der Aus­dehnung der vorgeschriebenen Ruhezeiten in der EU zu. Die fehlenden Stellplätze seien nicht nur ein Ärgernis für die Lkw-Fahrer, sie erschwerten auch deren Erholung in den Ruhepausen, kritisierte jetzt Dr. Peter Fischer, Präsident der Initiative für Ver­kehrsinfrastruktur Pro Mobilität in Berlin. Eine Lösung des Problems sei überfällig. Laut einer Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) seien die Stell­plätze nachts um 180 bis 250 Prozent überbelegt. Experten schätzten den Mehrbe­darf auf bis zu 30.000 Plätze ein. Schon vor fünf Jahren hatte der Bundes­verband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) eine politische Lösung des Prob­lems angemahnt. Um die gesetzlich vorgegebenen Ruhezeiten einzuhalten, seien mehr Parkplätze zu schaffen, bei denen die Führerhäuser dem fließenden Ver­kehr abge­wandt sind und die zudem den besonderen Anforderungen von großen Spezial­fahrzeu­gen entsprechen. Die Bundesregierung fühlt sich bisher nicht verpflichtet, alle für die Ruhezeiten notwendigen Stellplätze bereitzuhalten. Die Vereinigung deut­scher Auto­höfe (VEDA) fordert eine Parkplatzgebühr für Lastkraftwagen auf deut­schen Auto­bahnen. Damit könnten neue Stellplätze entlang der Autobahnen in Deutschland fi­nanziert werden, sagte deren Vorsitzender Karl-Heinz Schneider laut dpa. Die Ge­bührenpflicht sollte von 20 bis 6 Uhr gelten und über das Lkw-Maut­sys­tem erhoben werden. Peter Fischer von Pro Mobilität fordert hingegen eine Fi­nanzie­rung aus den außerplanmäßigen Mautüberschüssen, die im Jahr 2006 mehr als 150 Millionen Euro betrugen. Das Thema Parkplatznot entlang der Autobahnen betrifft auch die Pkw-Fahrer. Daher fordert der ARCD, bei zukünftigen Ausbaumaß­nahmen auch genü­gend Stellplätze für Pkws einzuplanen. ARCD

Ansprechpartner:

Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
Fax: +49 (9841) 409-190

Pfeil zurück zur Übersicht