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EAC: Europaverkehr muss harmonisiert werden

ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.
ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.

(lifepr) (Bad Windsheim, 17.04.2008) Ein unhaltbarer Zustand für die Autofahrer sei das große "Durcheinander" beim Handyverbot am Steuer in Europa. Darauf wiesen Vertreter des Verbundes Europäischer Automobil Clubs (EAC)* bei der ersten öffentlichen Veranstaltung am 16. April in der Brüsseler EAC-Repräsentanz hin. In einigen Ländern sei Telefonieren am Steuer mit Ohrhörer erlaubt, in anderen nur mit fest eingebauter Freisprecheinrichtung. In Irland sei sogar das verboten. Ähnlich verwirrend: die Regelungen bei Tagfahrlicht, Kindersicherung im Auto und Warnwestenpflicht. Wer vom grenzenlosen Europa profitieren wolle, müsse sich nahezu in jedem Land auf andere Vorschriften einstellen. Im Beisein von EU-Parlamentariern und namhaften Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien präsentierte der EAC in dieser Auftaktveranstaltung die Schwerpunkte seiner Arbeit. Ein Europa ohne Grenzen brauche auch weitgehende Harmonisierung der Verkehrsvorschriften, betonte der EAC. Eine wesentliche Verantwortung dafür käme dabei dem Europäischen Parlament und der EU-Kommission zu. Beide EU-Instanzen nahm auch ARCD-Generalsekretär Bernd Opolka in die Pflicht, als er über die höchst unterschiedlichen Regelungen in Sachen Fahrlicht am Tag referierte. Eine entsprechende Lichtpflicht sei bereits in 21 europäischen Ländern eingeführt, eine Reihe von Ländern belasse es aber bei einer Empfehlung oder kümmere sich überhaupt nicht um dieses Thema, was ein nicht ungefährliches Nebeneinander von beleuchteten und unbeleuchteten Fahrzeugen zur Folge habe. Hier gebe es dringenden politischen Handlungsund Harmonisierungsbedarf. Allerdings dürfe eine generelle Lichtpflicht nicht auf Kosten schwächerer Verkehrsteilnehmer und, über den Mehrverbrauch von normalem Abblendlicht, zu Lasten der Umwelt gehen, weshalb der raschen Serienausrüstung von Neufahrzeugen mit weniger blendenden und Energie sparenden LED-Tagfahrleuchten der Vorzug zu geben sei.

* Der EAC versteht sich als Interessenvertretung von rund 2,5 Millionen Autofahrerinnen und Autofahrern in Europa. Er wird vom Auto Club Europa (ACE), dem Automobilclub Verkehr (ACV), dem österreichischen ARBÖ, dem Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) sowie dem Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) getragen.

Ansprechpartner:

Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
Fax: +49 (9841) 409-190

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