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(lifepr) (Bad Windsheim, 14.02.2008) Aus den Reihen des EU-Parlaments hagelte es am 11.2., dem 112-"Aktionstag", Kritik an der schleppenden Umsetzung der EU-Notfallnummer. Die belgische Abgeordnete Giovanna Corda rief zu einer EU-weiten Schulaktion auf, damit sich schon Kinder die 112 als einzige Notfallnummer merken. In Ländern, in denen eine automatische Ortung des Anrufenden bereits technisch umgesetzt ist, reicht es, die richtige Nummer ins Telefon einzutippen, um Hilfe herbeizuholen. Auch könnte mit der Ortung die hohe "Scherzrate" unter den Anrufern reduziert werden. In Paris etwa entpuppten sich 90 % der 112-Anrufe als Fehlalarm, meist ausgelöst von Jugendlichen, die erproben wollten, wer oder was tatsächlich hinter der auch auf jedem Handy verfügbaren Gratisnummer steckt. Die finnische Abgeordnete Piia- Noora Kauppi forderte, dass das neue Telekomgesetz-Paket der Kommission EU-weite technische Standards für die automatische Ortung vorgebe und die Verantwortlichkeiten zwischen Telekom-Betreibern und Rettungszentralen klar definiere. Ebenso trat sie dafür ein, dass alle Notfallfahrzeuge EU-weit obligatorisch mit der 112 gekennzeichnet werden. Dies könnte den Bekanntheitsgrad der Nummer wesentlich verbessern. Olivier Morandini, engagierter Verfechter der 112, wünscht sich von der EU-Kommission ein energischeres Vorgehen, vor allem in Frankreich und Italien. In beiden Ländern verhindere der Grabenkampf um Kompetenzen zwischen Feuerwehr, Rettung und Polizei den Aufbau eines effizienten einheitlichen Notrufsystems.
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