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Notruf 112: Für die meisten Europäer immer noch "Geheimnummer"

ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.
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(lifepr) (Bad Windsheim, 14.02.2008) 41 Prozent aller EU-Bürger würden die 112 im eigenen Land als Notfallnummer verwenden, aber nur 22 Prozent wissen spontan, dass die 112 die in der gesamten EU gültige Rufnummer für Rettungsdienste ist. Dies ergab eine im Januar 2008 auf Initiative der EU-Kommissison durchgeführte EUROBAROMETER-Umfrage. 95 % aller Befragten waren der Ansicht, die gemeinsame Notfallnummer sei eine nützliche Sache, und zwei Drittel beklagten Informationsmängel. Erstaunlicherweise sind die Bürger in den neuen Mitgliedsstaaten in der Regel besser informiert; in Deutschland wussten hingegen nur 12 Prozent der Befragten die richtige Antwort auf die Frage, welche Nummer in ganz Europa in Notfällen zu wählen ist. Am besten informiert sind die Polen (56 %), Luxemburger und Tschechen. Anlässlich des ersten "112-Tages" in Europa am 11.2. meinte die zuständige Telekom-EU-Kommissarin Viviane Reding, dass sich die Kommission bislang darauf konzentriert habe, die 112 tatsächlich in allen Ländern einzuführen. "Nun ist es an der Zeit, den Bürgern die 112 als einheitliche Notrufnummer nahe zu bringen." Im Dezember 2007 versandte die EU-Kommission einen Fragenkatalog an alle Mitgliedsstaaten, um sich ein klares Bild über den Implementierungsstand der Notrufnummer 112 zu verschaffen. Denn obwohl man nach der Anwahl dieser Nummer überall gratis mit einem Rettungsdienst verbunden wird, hapert es noch vielerorts mit der seit 2003 von der EU-Gesetzgebung vorgesehen Mehrsprachigkeit und automatischen Ortung des Anrufenden.

Ansprechpartner:

Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
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