Pfeil zurück zur Übersicht

Brandenburg: Ja und Nein zum Tempolimit

ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.
ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.

(lifepr) (Bad Windsheim, 07.02.2008) Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm lehnt ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ab. Es löse nicht das Problem der Unfallgefahr. Als wirkungsvoll hätten sich hingegen Verkehrsleitsysteme sowie Tempobeschränkungen in besonderen Gefahrenbereichen erwiesen. Schönbohm will auf Autobahnen in erkannten besonderen Gefahrenbereichen mit Tempobeschränkungen aktiv werden. In Brandenburg kamen im Vorjahr 263 Menschen auf den Straßen ums Leben. Damit führt Brandenburg zum ersten Mal nach zehn Jahren wieder die traurige Rangliste mit den meisten Verkehrstoten in Deutschland an.

Knapp ein Fünftel (26 Personen) geht auf Unfälle mit Alkohol am Steuer zurück. Mehr als die Hälfte der Getöteten starb auf Landstraßen. "Auf den Autobahnen konnten wir dagegen einen Rückgang bei Verletzten um 6,7 Prozent und bei getöteten Verkehrsteilnehmern um 7,8 Prozent feststellen", sagte Schönbohm in Potsdam. Drastisch zurückgegangen sei auf Autobahnen – nach erfolgtem Ausbau der A 9 und der A 24 – die Zahl der Getöteten um 7,8 Prozent. Ministerkollege Reinhold Dellmann vom Infrastrukturministerium hingegen unterstützt den Vorschlag von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel für ein generelles Tempolimit auf Autobahnen. Er hält den Beitrag eines Tempolimits für den Klimaschutz für unverzichtbar.Dellmanns Hauptargument bleibt aber die aus seiner Sicht mögliche höhere Verkehrssicherheit. Mit einem Limit von 130 km/h könne die Zahl der Verkehrstoten in Brandenburg um bis zu zehn verringert werden. Auch volkswirtschaftliche Vorteile seien mit einem Limit möglich.

Ansprechpartner:

Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
Fax: +49 (9841) 409-190

Pfeil zurück zur Übersicht