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(lifepr) (Bad Windsheim, 23.01.2008) Der europäische Kommissar für Verkehr, Jacques Barrot, will der überproportionalen Zunahme des Straßengüterverkehrs nicht tatenlos zusehen. Allein für Deutschland weisen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes für 2007 einen Zuwachs von 5,5 % aus, womit hier 77 % aller Güter auf der Straße transportiert wurden. Barrot hat daher durchblicken lassen, dass er im Juni eine Berechnungsmethode zur Anlastung externer Kosten (Lärm, Stau- und Unfallkosten, Umweltbeeinträchtigung) ausschließlich für den Straßengütertransport vorlegen und sofort legislative Schritte in Form einer neuen Lkw-Mautrichtlinie ("Eurovignette") einleiten will.
Eine umfassende Studie zur Anrechnung externer Kosten ist auf der EU-Webseite(http://ec.europa.eu/...) für jedermann einsehbar. Barrot weicht damit vom EU-internen Fahrplan ab, der eine Kostenberechnung und -anlastung für alle Verkehrsträger gleichzeitig vorsah. Der CDU-Verkehrsexperte des EU-Parlaments, Georg Jarzemboswki, kritisierte das Ansinnen Barrots einer einseitigen Belastung des Lkw-Verkehrs.Dies schade der gesamten Wirtschaft und somit jedem einzelnen Konsumenten, argumentierte der Hamburger Abgeordnete.
Ansprechpartner:
Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
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