zurück zur Übersicht

(lifepr) (Bad Windsheim, 06.12.2007) Bei Reisen in ferne Länder drohen unbekannte Gefahren für die eigene Gesundheit. Die rechtzeitige Beratung durch einen spezialisierten Arzt für Reise- oder Tropenmedizin oder in einer entsprechenden klinischen Fachambulanz gilt als die beste Vorbeugung. Rat für eine optimale Vorbereitung bieten auch zahlreiche Internetseiten an. Doch eine Studie der Universität Hohenheim zeigt: Reisemedizinische Online-Beratungen haben ihre Risiken und Nebenwirkungen. Der Online-Doc kann eine persönliche Beratung kaum ersetzen. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Annette Schlegel nach der Analyse von 100 Webseiten zum Thema Reisegesundheit. Sie warnt vor kommerziellen Online-Angeboten von unbekannten Anbietern. Wer sich über Gesundheitsrisiken, Impfschutz und Reisetipps informiere, solle vor allem darauf achten, ob die Angaben täglich aktualisiert werden und die Verfasser ausreichend qualifiziert sind. Vor allem Laien sollten sich an Angeboten orientieren, die von staatlichen Einrichtungen oder Universitätskliniken per Link empfohlen werden. Solche Info-Angebote im Internet gibt es von globalen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation WHO ebenso wie bei anerkannten nationalen Forschungszentren wie dem Robert-Koch-Institut in Berlin. Brauchbare länderspezifische Informationen liefert auch das Auswärtige Amt auf seiner Homepage. Beim Internet-Angebot unterscheidet die Expertin Information und Beratung. Informationen könnten für die erste Orientierung über das Reiseziel hilfreich sein. Beratung hingegen gehe individuell auf den Patienten ein und berücksichtige seine eigenen Gesundheitsrisiken. Persönliche Beratung im Internet fand sie nur bei zwei Anbietern: Am Institut für Tropenmedizin in Tübingen und bei der Tropen- und Reisemedizinischen Beratung Freiburg. Auf deren Homepage könne man einen Online-Fragebogen herunterladen, ausfüllen und einschicken ( www.tropenmedizin.de ). Gegen Gebühr (15 bis 25 Euro) erhalten die Surfer die Auswertung per Post. Vor allem bei Fernreisen und Treckingtouren empfehlen Reise- und Tropenmediziner eine gründliche Beratung. Dies gelte besonders für ältere Menschen, die Langstreckenreisen unternehmen und bereits verschiedene Grunderkrankungen mitbringen. Wichtig sei es, nicht zu spät mit der Vorbereitung zu beginnen. So entwickeln manche Impfungen erst nach mehreren Injektionen über Monate hinweg ihre volle Wirkung
Ansprechpartner:
Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
Fax: +49 (9841) 409-190
Auto- und Reiseclub Deutschland
Telefon: +49 (9841) 409-182
zurück zur Übersicht