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(lifepr) (Bad Windsheim, 18.10.2007) Mit 62 Verkehrstoten pro einer Million Einwohner liegt Deutschland im Europavergleich an 8. Stelle auf dem Sicherheitsindex, den der europäische Verkehrssicherheitsrat ETSC auf Basis der CARE-Datenerhebungen jährlich etabliert. Dies bedeutet einen Fortschritt von fünf Prozentpunkten bei der Senkung der Verkehrsopferzahlen von 2005 auf 2006. Deutschland liegt damit im europaweiten Trend eines jährlichen Rückgangs der Verkehrstoten um 4,9 % allerdings weit hinter den Zielvorgaben (7,4 %) der europäischen Union, die eine Reduzierung der Verkehrstoten um 50 % von 2001 bis 2010 anstrebt. Sollten keine einschneidenden Maßnahmen getroffen werden, so könnte dieses Ziel erst 2016 erreicht werden, warnt der ETSC daher nachdringlich. Besonders nachteilig wirkt sich auf die gesamteuropäische Statistik die rasante Zunahme des Personenverkehrs und damit der absoluten Zahlen an Verkehrsunfällen mit fatalen Folgen seit 2001 in Ungarn, Bulgarien, Rumänien und den baltischen Republiken aus. In Litauen starben laut ETSC 2006 pro einer Million Einwohner 223 Menschen im Straßenverkehr, in Polen waren es 138, in Bulgarien 135. Den besten Wert unter den neuen EU-Staaten weist die Tschechische Republik mit 104 Verkehrstoten dank eines Rückgangs um 17,3 % von 2005 auf 2006 auf. Unter den alten Mitgliedsländern sticht Griechenland, dessen Opferstatistik 2006 um 0,9 % gegenüber 2005 angestiegen ist, mit 150 Opfern pro Million Einwohner negativ hervor. Auch Belgien fällt mit 102 Verkehrstoten auf und brachte es seit 2005 nur auf eine Verbesserung um 1,8 Prozentpunkte. Am sichersten unterwegs in Europa sind Autofahrer in Malta und den Niederlanden (je 45 Verkehrstote pro 1 Million Einwohner), Schweden (49), der Schweiz (50), Norwegen (52) und Großbritannien (55).
Weiteres ausführliches Datenmaterial auf www.etsc.be im Internet.
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