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(lifepr) (Bad Windsheim, 27.09.2007) 517 EU-Abgeordnete haben eine Erklärung für die schnelle Umsetzung des so genannten eCalls in ganz Europa unterzeichnet. Damit fordern sie die EUKommission und die Mitgliedsstaaten zum engagierten Handeln auf, um die Einrichtung effizienter Notfalldienste unter der Notrufnummer 112 zu gewährleisten. Obwohl die EUNotrufnummer 112 bereits 1991 eingeführt worden ist, um europaweit gratis und unter einer einheitlichen Nummer Hilfe rufen zu können, mangelt es in vielen Ländern noch an der technischen Umsetzung. Das EU-Parlament fordert die Kommission daher auf, durch unabhängige Gremien den tatsächlichen Grad der Umsetzung der Notrufnummer 112 in der gesamten EU überprüfen zu lassen. Mitgliedsstaaten, die die von der Kommission ausgearbeitete eCall-Absichtserklärung noch nicht unterzeichnet haben, wurden zuletzt von EU-Kommissarin Viviane Reding aufgefordert, dies bis Ende 2007 nachzuholen. Dem Aufruf sind die Tschechische Republik, Portugal und Spanien am 18. September nachgekommen, die Niederlande sollen in Kürze folgen. Damit haben sich – neben den Nicht-EU-Ländern Schweiz, Norwegen und Island – nun 12 EU-Mitgliedstaaten (neben den oben genannten: Österreich, Zypern, Finnland, Deutschland, Griechenland, Italien, Litauen, Slowenien, Schweden) zur schnellen Umsetzung der eCall-Initiative verpflichtet. Reding setzt sich seit ihrem Amtsantritt überdies dafür ein, dass Neufahrzeuge serienmäßig mit einem Notrufsystem ausgestattet werden, das bei einem Zusammenstoß automatisch ein lokalisierbares Notrufsignal aussendet.
Laut Berechnungen der Kommission könnten aufgrund schnellerer Interventionszeiten damit 2500 Menschenleben jährlich auf Europas Straßen gerettet werden. "Angesichts der zunehmenden Dynamik der eCall-Initiative wird die Kommission bald Verhandlungen mit Fahrzeugherstellern aus Europa, Japan und Korea aufnehmen, damit in Europa ab 2010 alle Neufahrzeuge mit eCall ausgestattet werden", versprach Reding. "Einige wichtige EU-Länder haben sich jedoch noch immer nicht zu eCall geäußert. Wenn sich das nicht bald ändert,"warnte Reding, "müsste ernsthaft über die Möglichkeit einer eCall-Richtlinie nachgedacht werden."
Ansprechpartner:
Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
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