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Verkehrssicherheit: Niederländische Schüler sitzen im Lkw

ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.
ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.

(lifepr) (Bad Windsheim, 26.08.2010) Eine besondere Lektion erwartet Schulkinder dieses Jahr in den Niederlanden. Sie dürfen in der Kabine eines Lkw Platz nehmen, um aus der Perspektive des Fahrers den so genannten toten Winkel kennen zu lernen. Die gemeinsam mit dem Frachtverband TLN (Transport en Logistiek Nederland) organisierte Kampagne "Veilig op Weg" ("Sicher unterwegs") des niederländischen Verkehrssicherheitsinstituts Veilig Verkeer richtet sich als Gratisangebot an Volksschulklassen (www.veilig-op-weg.nl). Einer Stunde Theorie folgen praktische Demonstrationen und Übungen rund um einen Lkw, der auf dem Schulhof vorfährt.

Zu Beginn lernen die Kinder anhand eines Films, welche Risiken es gibt und wie diese zu vermeiden sind. Danach werden spielerisch gefährliche Verkehrssituationen nachgestellt und die Lektion endet mit einem Test. Als Faustregel wollen TLN und Veilig Verkeer den jüngsten Verkehrsteilnehmern mit auf den Weg geben, mindestens drei Meter Abstand zu einem Lkw zu halten. Nicht umsonst trägt die Präventiv-Kampagne den Untertitel "Sorge dafür, gesehen zu werden!" und appelliert an die Eigenverantwortlichkeit der Kinder. Spezielle Spiegel zur Reduzierung des toten Winkels bei Neufahrzeugen über 3,5 t sind seit 2007 EUweit verpflichtend und ältere Lkw und Busse (ab Baujahr 2000) müssen bis April 2011 ebenfalls mit Weitwinkel- oder Nahbereichspiegeln nachgerüstet werden. Nach Schätzungen der EUKommission können dank dieser Maßnahme jährlich 400 Menschenleben auf Europas Straßen gerettet werden. Dennoch lässt sich der tote Winkel damit nur reduzieren, nicht jedoch aus der Welt schaffen. Eine vollständige Sicht auf das unmittelbare Umfeld eines Lkw bieten dagegen spezielle Kameras. Außerdem sind Sensoren verfügbar, die über Blinksignale im Außenspiegel vor Menschen im toten Winkel warnen. Nach Ansicht des ARCD sollten auch ohne gesetzliche EU-Verpflichtung von öffentlicher Seite Anreize für den Einsatz solcher Technologien bei neuen Lkw und Bussen gesetzt werden, damit Kinder sicherer per Rad oder zu Fuß unterwegs sind.

Ansprechpartner:

Herr Stephan Kreuzer
Auto- und Reiseclub Deutschland e.V.
Telefon: +49 (9841) 409-182
Fax: +49 (9841) 409-190
Zuständigkeitsbereich: Pressestelle

Über ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.: Der Auto- und Reiseclub Deutschland e.V. mit Sitz im fränkischen Bad Windsheim ist Deutschlands einziger Auto- und Reiseclub. Von hier aus betreut der ARCD seine rund 100.000 Mitglieder individuell und rund um die Uhr - mit eigener, permanent besetzter Notrufzentrale und 1.400 Pannenhelfern allein in Deutschland. Im europäischen Ausland arbeitet der ARCD mit den dort etablierten Assisteuren und Versicherern zusammen. Neben umfassenden Schutzbriefleistungen und der Unterstützung durch einen speziellen Clubhilfe-Fonds bietet der ARCD seinen Mitgliedern vielfältige und exklusive touristische Leistungen. Als Gründungsmitglied des 2007 aus der Taufe gehobenen Verbundes Europäischer Automobilclubs EAC engagiert sich der ARCD zudem aktiv in allen Fragen der Verkehrspolitik und Verkehrssicherheit im Sinne seiner Mitglieder. Diese informiert der Club mit der Zeitschrift "Auto&Reise" unterhaltsam und kompetent über alles Wissenswerte rund um die Titelthemen des Magazins.

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