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EU-Leitlinien für wettbewerbsneutrale Ökoprämien beim Autokauf

ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.
ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.

(lifepr) (Bad Windsheim, 19.08.2010) Noch dieses Jahr will die EU-Kommission detaillierte EU-Regeln für nationalstaatliche Förderprogramme und finanzielle Anreize beim Kauf von umweltverträglichen Fahrzeugen vorlegen. Damit soll vermieden werden, dass unterschiedliche Prämiensysteme zu Wettbewerbsverzerrungen im europäischen Automobilmarkt führen. Vorläufig steht es den EUMitgliedsländern frei, welche finanziellen Begünstigungen oder Steuernachlässe sie beim Kauf von Elektro- und Hybridfahrzeugen gewähren, um deren Markteinführung zu erleichtern. Die Kommission hatte in ihrem Strategiepapier für saubere und energieeffiziente Fahrzeuge schon im Frühjahr 2010 die Befürchtung geäußert, dass beträchtliche Unterschiede zwischen den einzelstaatlichen Anreizsystemen deren Nutzen zunichte machen und das Funktionieren des Binnenmarktes beeinträchtigen könnten. EU-Industriekommissar Antonio Tajani drängt nun auf eine bessere Koordinierung einzelstaatlicher Maßnahmen und hat für den 21. September eine Gipfelkonferenz der Automobilhersteller und staatlichen Entscheidungsträger in Brüssel einberufen.

Der Industriekommissar will ein sektorspezifisches Regelwerk auf den Weg bringen, um sicherzustellen, "dass sämtliche Vorteile für die Industrie mit den bestehenden Regelungen für staatliche Beihilfen im Einklang stehen". Dies geht aus einem Antwortschreiben des Kommissars auf eine Anfrage des deutschen EU-Abgeordneten Herbert Reul (CDU) hervor, der als Vorsitzender des parlamentarischen Industrieausschusses Bedenken gegen den Wildwuchs von Fördermethoden für Öko-Autos geltend gemacht hat. Ökoprämien sind auch nach Ansicht des ARCD ein notwendiger Anreiz, um den Umstieg auf saubere Fahrzeuge zu beschleunigen.

Sie dürfen aber nicht zur Benachteiligung oder Begünstigung bestimmter Hersteller oder Antriebstechnologien führen. Während Deutschland öffentliche Gelder vor allem in Forschung und Entwicklung von Fahrzeugen mit geringem CO2-Ausstoß investiert, will Frankreich die Massenproduktion durch Einkäufe von Elektrofahrzeugen für öffentliche Ämter und Betriebe fördern.

Die britische Regierung wiederum plant ab 2011 großzügige Prämien von bis zu 6000 Euro beim Ankauf besonders CO2armer Fahrzeuge. ARCD

Ansprechpartner:

Frau Silvia Schöniger
ARCD
Telefon: +49 (9841) 409-182
Fax: +49 (9841) 409-190
Zuständigkeitsbereich: Pressestelle

Über ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.: Der Auto- und Reiseclub Deutschland e.V. mit Sitz im fränkischen Bad Windsheim ist Deutschlands einziger Auto- und Reiseclub. Von hier aus betreut der ARCD seine rund 100.000 Mitglieder individuell und rund um die Uhr - mit eigener, permanent besetzter Notrufzentrale und 1.400 Pannenhelfern allein in Deutschland. Im europäischen Ausland arbeitet der ARCD mit den dort etablierten Assisteuren und Versicherern zusammen. Neben umfassenden Schutzbriefleistungen und der Unterstützung durch einen speziellen Clubhilfe-Fonds bietet der ARCD seinen Mitgliedern vielfältige und exklusive touristische Leistungen. Als Gründungsmitglied des 2007 aus der Taufe gehobenen Verbundes Europäischer Automobilclubs EAC engagiert sich der ARCD zudem aktiv in allen Fragen der Verkehrspolitik und Verkehrssicherheit im Sinne seiner Mitglieder. Diese informiert der Club mit der Zeitschrift "Auto&Reise" unterhaltsam und kompetent über alles Wissenswerte rund um die Titelthemen des Magazins.

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