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(lifepr) (Bad Windsheim, 19.08.2010) Unfallforscher von Dekra und AXA Winterthur fordern einen gesetzlich vorgeschriebenen Kopfschutz für Fahrer von Elektro-Bikes. "Die Fahrgeschwindigkeit der bis zu 45 km/h schnellen, durch einen Elektromotor unterstützten Fahrräder wird von anderen Verkehrsteilnehmern häufig unterschätzt", warnt Jörg Ahlgrimm, Chef der Unfallanalyse bei Dekra. Man verlasse sich darauf, dass ein älterer Herr auf dem Rad nur gemächlich unterwegs sei, erläutert Bettina Sinzing, Leiterin der AXA Winterthur-Forschung. Bei einem Crashtest in der Schweiz zeigten die Unfallforscher, wie gefährlich Unfälle mit E-Bikes ausgehen können. Prallt der Fahrer mit Tempo 40 gegen eine sich öffnende Autotür, muss er durch den Aufprall und den nachfolgenden Sturz mit schweren Verletzungen an Kopf und Brust rechnen. Bei normaler Fahrradgeschwindigkeit hätte der Autofahrer möglicherweise die Tür rechtzeitig wieder schließen oder der Radfahrer noch rechtzeitig ausweichen können. Als Ergebnis ihrer Untersuchungen fordern die Unfallexperten zumindest eine gesetzliche Helmpflicht für jene schnellen Flitzer, deren elektrische Tretunterstützung bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h reicht. Eine entsprechende Vorschrift gelte seit Langem für Mofa-Fahrer. Auf Länderebene gibt es bei diesem Thema unterschiedliche Auffassungen. Thüringens Verkehrsminister Christian Carius (CDU) will eine generelle Helmpflicht für alle Radfahrer durchsetzen, seine badenwürttembergische Kollegin und CDU-Parteifreundin Tanja Gönner ist strikt gegen eine allgemeine Schutzpflicht. Nach Informationen des ARCD aus Berlin soll dieses Thema in der Länderverkehrsminister-Konferenz, deren Vorsitzender Carius derzeit ist, auf die Tagesordnung kommen. Die Beliebtheit der motorunterstützten Räder nimmt immer mehr zu. Nach Branchenangaben wurden im vergangenen Jahr 150 000 E-Bikes in Deutschland verkauft, das sind 36 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 2010 soll der Absatz auf 200 000 Einheiten steigen. ARCD
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