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(lifepr) (Bad Windsheim, 12.08.2010) Thüringens Verkehrsminister Christian Carius will dem Beispiel von Finnland, Spanien, Tschechien, Schweden und Island folgen und eine Helmpflicht für Radfahrer einführen. Dazu beruft er jetzt eine Kommission mit Experten aus seinem Ministerium und zehn Verbänden ein, die für mehr Verkehrssicherheit eintreten. Die Initiative ist Teil einer Verkehrssicherheitsaktion in Thüringen, die in der Vorwoche unter dem Motto "Denken.Fahren.Ankommen - mehr Sicherheit auf Thüringens Straßen" startete. Bisher ist das Tragen eines Schutzhelms für Radfahrer nicht gesetzlich vorgeschrieben. "Nahezu 90 Prozent aller Schädel-Hirn-Verletzungen und bis zu 65 Prozent von bestimmten Gesichtsverletzungen könnten durch das Tragen von Helmen vermieden werden", ist sich Carius als amtierender Vorsitzender der Länderverkehrsminister unter Berufung auf Statistiken und Unfallmediziner sicher. Dabei hat er vor allem Kinder und Jugendliche im Fokus. Bei Kindern unter elf Jahren lag 2009 die Helmquote laut Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) bei 56 Prozent, bei den elf- bis 16jährigen Radfahrern hingegen nur bei 23 Prozent. Im Jahr 2009 trugen über alle Altersgruppen hinweg lediglich 11 Prozent aller Radfahrer einen Schutzhelm.
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) lehnt eine Helmpflicht strikt ab, weil dadurch viele Menschen von der Nutzung des Fahrrads abgeschreckt werden könnten. Bei einigen Radfahrern könne sich sogar das Unfallrisiko erhöhen, wenn sie mit Helm risikoreicher fahren als ohne Kopfschutz, wird argumentiert. Immerhin räumt man beim ADFC ein, dass gute Fahrradhelme schon bei manchem Unfall schwere Kopfverletzungen verhindert haben. Geht es nach dem Radfahrerverband, sollte die Helmnutzung jedem Radfahrer selbst überlassen bleiben. Gegenwärtig steht bei der Bundesregierung eine gesetzliche Helmpflicht für Radfahrer nicht auf der Agenda, wie der ARCD in Berlin erfuhr.
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