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(lifepr) (Bad Windsheim, 16.07.2010) Autofahrer beschleicht bei der Fahrt durch zweispurige Baustellenpassagen auf Autobahnen meist ein ungutes Gefühl. Fahrbahnbegrenzungen auf der einen Seite und andere Fahrzeuge auf der zweiten Spur verengen die Fahrbahn. Gerade beim Linksfahren kommt Angst auf, ob der Platz auf beiden Seiten für ein ungehindertes Passieren vor allem von Lastkraftwagen reicht. Die häufigste Unfallursache an Autobahnbaustellen ist die nicht angepasste Geschwindigkeit. Im Eingangsbereich führt zu schnelles Fahren oft zu Auffahrunfällen und im Ausgangsbereich zum Abkommen von der Fahrbahn. Der seitliche Zusammenstoß mit einem in gleicher Richtung fahrenden Fahrzeug steht in der Baustellen-Unfallstatistik an zweiter Stelle. Bei Unfällen in Baustellen werden jährlich mehrere Tausend Menschen verletzt oder getötet, warnt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). Es sei sicherer, hinter einem Lkw auf der rechten Spur zu bleiben. Wer rechtzeitig vor der Baustelle seine Geschwindigkeit deutlich reduziere und die Geschwindigkeitsbegrenzung einhalte, sei auf der sicheren Seite. Wird in einer Baustelle eine Fahrspur aufgelöst, soll man bis an die Verengung heranfahren und sich im so genannten Reißverschlussverfahren abwechselnd einordnen, raten die DVR-Experten. Nach ihren Erkenntnissen gilt als weitere wichtige Unfallursache ein zu geringer Sicherheitsabstand.
Derzeit steht an einigen Autobahnabschnitten versuchsweise ein neues Verkehrsschild. Es fordert die Verkehrsteilnehmer auf, versetzt zu den auf der rechten Spur rollenden Lkw zu fahren, also jeweils auf Höhe der Lücke, die zwei hintereinander fahrende Brummis zwischen sich lassen. Der ARCD weist in diesem Zusammenhang auf § 4 Abs. 3 der Straßenverkehrsordnung (StVO) hin:
Danach müssen Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen und auch Busse einen Abstand von mindestens 50 Metern zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten, wenn ihre Geschwindigkeit über 50 km/h liegt. Bei Verstößen drohen einem Ersttäter eine Geldbuße von 50 Euro und drei Punkte in Flensburg. Nach Beobachtungen des ARCD sind allerdings Abstandsünden in Baustellen relativ häufig zu beobachten. Der Club fordert die zuständigen Behörden zu mehr Kontrollen und zu einer unnachsichtigen Ahndung auf, um für mehr Abschreckung bei Bus- und Brummifahrern zu sorgen. Autoreisenden rät der Club, schon vor der großen Fahrt zu klären, auf welchen Strecken mit Baustellen zu rechnen ist, um sie vielleicht umfahren zu können. Dafür bietet das Bundesverkehrsministerium auf seiner Webseite www.bmvbs.de mit seinem Baustelleninformationssystem (BIS) eine gute Hilfe an.
Ansprechpartner:
Frau Silvia Schöniger
ARCD
Telefon: +49 (9841) 409-182
Fax: +49 (9841) 409-190
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Auto- und Reiseclub Deutschland
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Über ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.: Der Auto- und Reiseclub Deutschland e.V. mit Sitz im fränkischen Bad Windsheim ist Deutschlands einziger Auto- und Reiseclub. Von hier aus betreut der ARCD seine rund 100.000 Mitglieder individuell und rund um die Uhr - mit eigener, permanent besetzter Notrufzentrale und 1.400 Pannenhelfern allein in Deutschland. Im europäischen Ausland arbeitet der ARCD mit den dort etablierten Assisteuren und Versicherern zusammen. Neben umfassenden Schutzbriefleistungen und der Unterstützung durch einen speziellen Clubhilfe-Fonds bietet der ARCD seinen Mitgliedern vielfältige und exklusive touristische Leistungen. Als Gründungsmitglied des 2007 aus der Taufe gehobenen Verbundes Europäischer Automobilclubs EAC engagiert sich der ARCD zudem aktiv in allen Fragen der Verkehrspolitik und Verkehrssicherheit im Sinne seiner Mitglieder. Diese informiert der Club mit der Zeitschrift "Auto&Reise" unterhaltsam und kompetent über alles Wissenswerte rund um die Titelthemen des Magazins.
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