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Autoreparaturen sollen ab sofort EU-weit billiger werden

ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.
ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.

(lifepr) (Bad Windsheim, 02.06.2010) Die Europäische Kommission hat am 27. Mai eine Revision der Wettbewerbsregeln im Kfz-Sektor verabschiedet. Die neuen Regeln sollen ab sofort für mehr Wettbewerb zwischen konzessionierten und unabhängigen Werkstätten bei Instandsetzungsund Wartungsdienstleistungen sorgen, da sie den Zugang zu Reparaturinformationen und die Verwendung alternativer Ersatzteile erleichtern. "Ich bin fest davon überzeugt, dass der neue Rechtsrahmen spürbare Vorteile für die Verbraucher bringen wird, da sich die Reparatur- und Wartungskosten verringern werden, die während der Nutzungsdauer eines Fahrzeugs einen extrem hohen Anteil der gesamten Kfz-Kosten ausmachen", erklärte EUWettbewerbskommissar Joaquín Almunia. Im Gegensatz zu den Preisen von Neufahrzeugen seien die Instandhaltungskosten in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, bemängelte die Kommission. Sie machten heute im Schnitt 40 Prozent der Haltungskosten eines Fahrzeugs aus. Die Kommission will daher unabhängigen Werkstätten den Rücken stärken.

Kfz-Herstellern ist es seit 1. Juni nicht mehr möglich, ihre Gewährleistungspflicht davon abhängig zu machen, dass Wartungsleistungen wie beispielsweise Ölwechsel nur in zugelassenen Werkstätten durchgeführt werden. Nur bei unter Werksgarantie fallenden Reparaturen können Hersteller weiterhin verlangen, dass sie ausschließlich von Vertragswerkstätten vorgenommen werden. Die Kommission versprach, unnachgiebig auf Transparenz und Einhaltung der Regeln durch die Hersteller zu achten, um unabhängigen Werkstätten den Zugang zu sämtlichen technischen Reparaturinformationen und Diagnosemethoden zu sichern. Schon in den vergangenen Jahren ist die Kommission gegen DaimlerChrysler, Fiat, Toyota und General Motors vorgegangen, da sie nach Ansicht der Kommission unabhängigen Werkstätten keinen angemessenen Zugang zu Reparaturinformationen gewährt hatten. Nach Ansicht des ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland muss die EU-Kommission nun mehr denn je alle geeigneten Überwachungsinstrumente anwenden, um sicherzustellen, dass mehr Wettbewerb nicht zu oberflächlichen Reparaturen oder Dumping auf Kosten der Fahrzeugsicherheit führt. ARCD

Ansprechpartner:

Frau Silvia Schöniger
ARCD
Telefon: +49 (9841) 409-182
Fax: +49 (9841) 409-190
Zuständigkeitsbereich: Pressestelle

Über ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.: Der Auto- und Reiseclub Deutschland e.V. mit Sitz im fränkischen Bad Windsheim ist Deutschlands einziger Auto- und Reiseclub. Von hier aus betreut der ARCD seine rund 100.000 Mitglieder individuell und rund um die Uhr - mit eigener, permanent besetzter Notrufzentrale und 1.400 Pannenhelfern allein in Deutschland. Im europäischen Ausland arbeitet der ARCD mit den dort etablierten Assisteuren und Versicherern zusammen. Neben umfassenden Schutzbriefleistungen und der Unterstützung durch einen speziellen Clubhilfe-Fonds bietet der ARCD seinen Mitgliedern vielfältige und exklusive touristische Leistungen. Als Gründungsmitglied des 2007 aus der Taufe gehobenen Verbundes Europäischer Automobilclubs EAC engagiert sich der ARCD zudem aktiv in allen Fragen der Verkehrspolitik und Verkehrssicherheit im Sinne seiner Mitglieder. Diese informiert der Club mit der Zeitschrift "Auto&Reise" unterhaltsam und kompetent über alles Wissenswerte rund um die Titelthemen des Magazins.

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