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(lifepr) (Bad Windsheim, 14.09.2007) Dem exponentiellem Anwachsen des Güterverkehrs auf der Straße könnte in erster Linie ein tragfähiges Bahnfrachtnetz in ganz Europa Einhalt gebieten. Wirklich neu ist die Idee der Gemeinschaft europäischer Bahnen (CER) nicht, aber aktueller denn je. Ihr Vorsitzender Johannes Ludewig hofft in Zeiten drängender Klimaschutzfragen und überlasteter Straßen nun offene Ohren - und Kassen - bei der EU-Kommission und in den nationalen Parlamenten zu finden. Denn billig wird die anvisierte Modernisierung von 25 000 km Schiene nicht: Mit Kosten von 145,4 Milliarden Euro wird gerechnet! In einer dieser Tage in Brüssel präsentierten Studie stellt die CER eine detaillierte Kosten-Nutzen-Rechnung für die Schaffung eines Primary European Rail Freight Network (PERFN) auf den sechs wichtigsten Bahnkorridoren Europas auf, die zugleich dem Fracht- und Passagierverkehr dienen. 85 % der Gelder würden dabei in die Modernisierung der Infrastruktur und vor allem in Großprojekte zur Beseitigung derzeitiger Engstellen im Bahnnetz führen, etwa dem Brennerbasistunnel, dem Gotthart-Tunnel und dem Tunnel zwischen Lyon und Turin.
High-Tech bei Signalanlagen und (Aus)Bau entsprechend effizienter Bahnverladestellen könnten das ihre zur Beschleunigung der Bahnfrachten beitragen, die dann auf Zügen von bis zu 1000 m Länge durch Europa verschickt werden könnten. Mit diesen Maßnahmen hoffen die Bahnen, bis 2020 ein knappes Viertel aller Güter auf die Schiene zu bringen – 2006 waren es 17,3 %. Damit würden 2,85 Tonnen CO2 pro Jahr weniger verpufft und bis 2020 266 Milliarden externer Kosten des (Straßen)Verkehrs eingespart, rechnet die CER vor. Allein in Deutschland müssten für das Projekt etwa 2,4 Milliarden jährlich aufgebracht werden – 18 % jenes Budgets, das etwa für den Straßenbau verwendet wird. Wo das Geld für diese „gesamt-europäische Herausforderung“ abzuholen wäre, weiß Ludewig auch: aus den nationalen Mauteinnahmen aufgrund der (neuen) Wegekostenrichtlinie. Detaillierte Informationen unter www.cer.be .
Ansprechpartner:
Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
Fax: +49 (9841) 409-190
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