zurück zur Übersicht

(lifepr) (Bad Windsheim, 14.09.2007) Woher kommt eigentlich das vorausfahrende Fahrzeug? Dieses vor allem bei Kindern beliebte Quizspiel während längerer Autofahrten wird vielleicht bald für Autos mit deutschen Kennzeichen nicht mehr möglich sein: Behörden des Bundes und der Länder arbeiten nämlich an einer größeren Reform der Kfz-Zulassung. Spätestens im Jahr 2013 sollen An- und Abmeldungen nur noch per Internet durchführbar sein, die Fahrt zur Zulassungsstelle soll entfallen. Nach Informationen des Auto- und Reiseclubs Deutschland (ARCD) aus Berlin könnte die Autoanmeldung ab dem Jahr 2013 wie folgt ablaufen: Der Käufer setzt sich mit dem Kfz-Schein des neu erworbenen Wagens an den Computer und ruft die bundesweit einheitliche Zulassungsseite auf. Er füllt die Felder für Halter und für das Auto auf und schickt alles ab. Der Computer prüft, ob der Wagen noch eine gültige Hauptuntersuchung hat, ob eine ausreichende Versicherung besteht und ob der Wagen nicht als gestohlen gemeldet ist. Nach OK vom Amt und Abbuchung der Gebühren geht die Zulassungsplakette per Post zu. Das ist jedenfalls das Ziel einer Arbeitsgruppe unter Leitung des Hamburger Staatsrates Detlef Gottschalk, die derzeit an einem entsprechenden Projekt im Auftrag der Bundesregierung und der Länder arbeitet.
Gegenwärtig sind für Fahrzeugzulassungen noch Kommunen oder Landkreise zuständig. Überlegt wird von den Initiatoren auch eine andere Reformvariante nach dem Vorbild Schwedens:
Jeder Autofahrer behält seine zugeteilte Kfz-Nummer für immer, solange er Halter eines Fahrzeugs ist — auch wenn er seinen Hauptwohnsitz später wechselt. Vorbedingungen für solche einschneidenden Änderungen sind die Einführung einer zentralen Datenbank der Kfz- Versicherer — sie ist für 2008 geplant — und eines zentralen Registers mit den Ergebnissen der aktuellen Hauptuntersuchungen (HU). Kopfzerbrechen bereitet den Initiatoren vor allem die Frage, wie die Identität des Anmelders sicher über das Internet geklärt werden kann.
Ansprechpartner:
Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
Fax: +49 (9841) 409-190
zurück zur Übersicht