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(lifepr) (Bad Windsheim, 25.02.2010) Auf die Zentralverriegelung per Funk wollen heutzutage auch Kleinwagenbesitzer kaum mehr verzichten. Ein Druck auf die Tasten am Autoschlüssel - und schon öffnen oder schließen sich Türen und Kofferraum. Die Sicherheit vor Dieben ist allerdings nicht sehr hoch. Die Frequenz, auf der Funkschlüssel senden, kann oft mit einfachen Mitteln geknackt werden. Der Dieb hinterlässt keine Aufbruchspuren am Fahrzeug, und die Beweislage der Opfer gegenüber Polizei und Versicherung ist schwierig. In einem Forschungsprojekt hat die Universität Bochum herausgefunden, dass sich bereits mit Technik aus dem Baumarkt die Funknachrichten der Pkw-Zentralverriegelung ausspionieren lassen.
Das funktioniere auf eine Entfernung von rund 100 Metern. Ein potenzieller Autodieb kann mit entsprechenden Geräten das Funksignal belauschen und sich aus den gewonnenen Daten am Computer einen "Zweitschlüssel" erstellen, bestätigen Forscher vom Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT). Der Grund für diese Sicherheitslücken: Die symmetrischen Algorithmen, die die vom Schlüssel zum Auto gesendeten Informationen kodieren, sind sowohl im Schlüssel als auch im Fahrzeug hinterlegt. Damit sind in zahlreichen Fahrzeugen einer Produktlinie oft die gleichen Zugangsgeheimnisse gespeichert. Ist ein Schlüsselcode erst einmal "geknackt", steht der Zugang zu zahlreichen Autos gleicher Bauart offen. Nun fanden SIT-Forscher zum ersten Mal einen Weg, um einen asymmetrischen Algorithmus auf einem Funkautoschlüssel einzusetzen. Auch wenn ein einzelner elektronischer Öffner entschlüsselt ist, bleiben so Informationen über weitere Fahrzeugschlüssel versperrt. Damit wird auch technisch versierten Dieben ihr Handwerk sehr erschwert. Einen funktionsfähigen Prototyp des Schlüssels stellen die Forscher auf der Messe Embedded World vom 2. bis 4. März in Nürnberg vor (Halle 11, Stand 11-10).
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