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Verspätetes Fluggepäck bleibt Tajani ein Dorn im Auge

ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.
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(lifepr) (Bad Windsheim, 11.02.2010) In seiner neuen Funktion als EU-Kommissar für Unternehmen, Industrie und Fremdenverkehr will sich Ex-Verkehrskommissar Antonio Tajani auch weiterhin für eine Verbesserung der Gepäckzustellung im Flugverkehr einsetzen. Bei einer Experten- Konferenz zu diesem Thema Ende Januar in Rom verwies er auf rund fünf Millionen Gepäckstücke, die alljährlich auf europäischen Flughäfen zu spät oder gar nicht ausgehändigt werden. "Das ist nicht hinnehmbar (...) und schädigt nicht nur Fluggäste, sondern auch Fluglinien und Versicherungsgesellschaften", so Tajani. Er lobte daher das "Baggage Improvement Program" (Programm zur Verbesserung der Gepäckbeförderung) des Internationalen Flugverbands IATA, das darauf abzielt, die Anzahl der fehlgeleiteten Gepäckstücke bis 2012 um 50 Prozent zu reduzieren. Laut IATA könnte die Flugindustrie damit nicht nur erhebliche Unannehmlichkeiten für ihre Kunden vermeiden, sondern jährlich weltweit 1,9 Mrd. US-Dollar einsparen. Der EU-Kommissar will überdies den Einsatz von automatisierten Systemen auf EU-Flughäfen fördern. Gepäckstücke könnten statt Barcodes beim Einchecken einen elektronischen Chip (RFID) erhalten, der eine automatische Identifizierung und korrekte Zuteilung ermöglicht. Den derzeitigen Höchstbetrag von 1250 Euro pro verlorenem oder beschädigtem Gepäckstück hält Tajani ebenfalls für nicht ausreichend. Um Fluggästen nach dem Verlust einen bürokratischen Spießrutenlauf zu ersparen, sollte zudem die Zuständigkeit staatlicher Beschwerdestellen auch auf Beanstandungen in Bezug auf Fluggepäck ausgedehnt werden. Die Ergebnisse einer bis 1. März laufenden öffentlichen Befragung zur Umsetzung der Passagierrechte im Flugverkehr werden im Frühjahr von der EU-Kommission präsentiert und sollen die Grundlage zur legislativen Nachbesserung der EU-Verordnung EG 261/2004 (Fluggastrechte) bilden. Tajani hofft, das leidige Gepäckproblem in die Verordnung einschließen zu können.

Ansprechpartner:

Frau Silvia Schöniger
ARCD-Pressestelle
Telefon: +49 (9841) 409-182
Fax: +49 (9841) 409-190

Über ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V.: Der Auto- und Reiseclub Deutschland e.V. mit Sitz im fränkischen Bad Windsheim ist Deutschlands einziger Auto- und Reiseclub. Von hier aus betreut der ARCD seine rund 100.000 Mitglieder individuell und rund um die Uhr - mit eigener, permanent besetzter Notrufzentrale und 1.400 Pannenhelfern allein in Deutschland. Im europäischen Ausland arbeitet der ARCD mit den dort etablierten Assisteuren und Versicherern zusammen. Neben umfassenden Schutzbriefleistungen und der Unterstützung durch einen speziellen Clubhilfe-Fonds bietet der ARCD seinen Mitgliedern vielfältige und exklusive touristische Leistungen. Als Gründungsmitglied des 2007 aus der Taufe gehobenen Verbundes Europäischer Automobilclubs EAC engagiert sich der ARCD zudem aktiv in allen Fragen der Verkehrspolitik und Verkehrssicherheit im Sinne seiner Mitglieder. Diese informiert der Club mit der Zeitschrift "Auto&Reise" unterhaltsam und kompetent über alles Wissenswerte rund um die Titelthemen des Magazins.

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